Deutsches Unternehmen will den US-Glücksspielmarkt aufmischen - Merkur startet mit tausenden Spielautomaten die USA-Offensive 2025
Deutscher Spielehersteller Merkur expandiert nach Nordamerika
Der deutsche Spielautomatenhersteller Merkur dringt mit Plänen zum Export von tausenden Spielautomaten pro Jahr auf den nordamerikanischen Markt vor. Der Schritt folgt auf ein starkes Finanzjahr 2024, in dem der Konzernumsatz auf 2,1 Milliarden Euro stieg – ein Plus von 7,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die erste Lieferung von 800 bis 1.000 Automaten ist für 2025 vorgesehen und markiert den Einstieg in den hart umkämpften US-Markt.
Ein zentraler Bestandteil von Merkurs Expansionsstrategie ist die für 2025 geplante Übernahme des US-amerikanischen Unternehmens Gaming Arts. Die Transaktion soll die Position des Konzerns in den USA stärken. CEO Lars Felderhoff sieht großes Potenzial, da die US-Spielbranche stark konzentriert ist. Innerhalb von drei Jahren will das Unternehmen in der Region jährlich 5.000 Automaten absetzen.
Sämtliche Merkur-Spielautomaten werden im Werk des Unternehmens in Lübbecke (Nordrhein-Westfalen) produziert. Weltweit sind derzeit über 100.000 Geräte im Einsatz. Der Konzern beschäftigt rund 15.300 Mitarbeiter, wobei der britische Markt nach Deutschland der zweitwichtigste Absatzmarkt ist.
Der internationale Vertrieb trug 2024 mit 45 Prozent zum Umsatz bei. Für die kommenden Jahre plant Merkur, den Anteil der Online-Umsätze auszubauen und strebt ein Wachstum von insgesamt zehn Prozent an – auf etwa 2,3 Milliarden Euro bis 2026.
Der nordamerikanische Markteintritt beginnt 2025 mit der Auslieferung von bis zu 1.000 Spielautomaten. Langfristig will Merkur eine starke Präsenz in den USA aufbauen, gestützt auf die jüngste Übernahme und die Produktionskapazitäten in Deutschland. Bei Erfolg könnte der Schritt die globalen Umsätze und Marktanteile des Unternehmens weiter steigern.






