12 April 2026, 08:13

Meerbusch boomt: 52 % mehr Jobs in 25 Jahren – doch Digitalisierung hinkt hinterher

Kreisförmige Abbildung mit der Überschrift 'Wirtschaftszensus: Die Grundlage für die Messung der Geschäftstätigkeit in der US-Wirtschaft', mit beschrifteten Abschnitten, die wichtige wirtschaftliche Metriken und ihre Bedeutung für die Messung der Geschäftstätigkeit in den USA hervorheben.

Meerbusch boomt: 52 % mehr Jobs in 25 Jahren – doch Digitalisierung hinkt hinterher

Meerbusch verzeichnet starken Beschäftigungsaufschwung – Umfrage zeigt Stärken und Entwicklungspotenzial

In den vergangenen 25 Jahren hat Meerbusch einen deutlichen Anstieg der Beschäftigung erlebt: Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg seit 1999 um 52,4 Prozent. Eine aktuelle Unternehmensbefragung unterstreicht nun die wirtschaftlichen Stärken der Stadt und benennt gleichzeitig Handlungsfelder – das Gesamtbild fällt weitgehend positiv aus.

Die jüngste Analyse der IHK Mittlerer Niederrhein, die alle fünf Jahre durchgeführt wird, bewertete Meerbusch als Wirtschaftsstandort mit der Gesamtnote 2,41 (entspricht einer "gut minus"). Damit liegt die Stadt über dem Kreisdurchschnitt von 2,69. An der Umfrage beteiligten sich rund 130 lokale Unternehmen mit zusammen etwa 3.100 Beschäftigten.

Besonders herausragend schnitt der Bereich Erreichbarkeit ab, der mit der Bestnote 1,98 bewertet wurde. Die Unternehmen lobten die guten Straßen- und Schienenanbindungen, die sowohl für den Wirtschaftsverkehr als auch für Pendler eine hohe Vernetzung bieten. Zudem attestiert die Studie Meerbusch solide Wirtschaftsdaten: Die Arbeitslosenquote lag 2024 bei 5,3 Prozent – niedriger als im Landesdurchschnitt von Nordrhein-Westfalen und im Vergleich zum Kreis. Zudem erreichte die einzelhandelsrelevante Kaufkraft einen Wert von 128,3, was deutlich über dem Bundesdurchschnitt liegt.

Bei den finanziellen Rahmenbedingungen profitiert Meerbusch von einer geringen Verschuldung und einem wettbewerbsfähigen Gewerbesteuerhebesatz im Vergleich zu Nachbarcommunen. Als Schwachstelle nannten die Befragten jedoch die Digitalisierung, insbesondere die Online-Services der öffentlichen Verwaltung, die dringend verbessert werden müssten. Die IHK empfahl zudem, den Ausbau des Gewerbegebiets Strümper zu beschleunigen und die Kreisstraße 9n fertigzustellen, um das Wachstum langfristig zu sichern.

Mit 14.093 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (Stand Juni 2024) hat sich Meerbusch als attraktiver Wirtschaftsstandort etabliert. Die Umfrageergebnisse deuten darauf hin, dass weitere Infrastrukturprojekte und digitale Reformen die Position der Stadt noch stärken könnten. Die wirtschaftlichen Grundlagen bleiben stabil: Geringe Arbeitslosigkeit und hohe Kaufkraft untermauern die Anziehungskraft des Standorts.

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