Matthias Blübaum schreibt Schachgeschichte als erster Deutscher seit 35 Jahren
Janin FinkeMatthias Blübaum schreibt Schachgeschichte als erster Deutscher seit 35 Jahren
Deutscher Großmeister Matthias Blübaum nimmt am Kandidatenturnier 2026 teil
Der deutsche Großmeister Matthias Blübaum wird vom 29. März an beim Kandidatenturnier 2026 antreten. Damit qualifiziert sich erstmals seit 35 Jahren wieder ein deutscher Spieler für das prestigeträchtige Turnier, das den Herausforderer für die Schachweltmeisterschaft ermittelt.
Blübaum sicherte sich seinen Platz durch den zweiten Rang beim Grand Swiss und ist damit der einzige Deutsche in dieser Ausgabe. Der letzte deutsche Teilnehmer war Robert Hübner im Jahr 1991 – für Blübaum wird es somit das Debüt in diesem Wettbewerb.
Das Kandidatenturnier bietet mit einem Rekordpreisgeld von 700.000 Euro attraktive Anreize: Die drei Bestplatzierten erhalten garantierte Einnahmen, zudem gibt es für jeden halben Punkt 5.000 Euro. Blübaum, der nur drei Tage nach der letzten Runde 29 Jahre alt wird, hat bereits bewiesen, dass er vom Schach leben kann – allein im vergangenen Jahr gewann er bei einem Turnier 53.000 Euro.
Sein Ziel ist es, so lange wie möglich im Rennen um den ersten Platz zu bleiben. Zur Vorbereitung hat er ein kleines Team von Sekunden zusammengestellt, deren Identität jedoch geheim bleibt. Während kürzere Partien und Freestyle-Schach an Beliebtheit gewinnen, bleibt das Turnier eine Hommage an das klassische Schach.
Trotz der Fortschritte bei Schachprogrammen, die beweisen, dass perfektes Spiel von der Ausgangsstellung aus stets zu einem Remis führt, bleibt das Kandidatenturnier eine Prüfung menschlicher Fähigkeiten auf höchstem Niveau.
Blübaums Teilnahme beendet eine lange Durststrecke des deutschen Schachs auf diesem Elite-Niveau. Das Turnier wird bestimmen, wer den amtierenden Weltmeister Dommaraju Gukesh herausfordert. Mit intensiver Vorbereitung und einem attraktiven Preisgeld verspricht der Wettbewerb spannende Duelle am Brett.






