Manfred Vogelsängers radikaler Wandel von Werbeikonen zu experimenteller Kunst
Manfred Vogelsängers radikaler Wandel von Werbeikonen zu experimenteller Kunst
Manfred Vogelsängers Name stand in den 1980er-Jahren für mutige, handwerklich perfekte Fotografie. Seine Bilder verkauften nicht nur Produkte – sie erzählten Geschichten, weckten Emotionen und versprachen Abenteuer. Jahrzehnte später entwickelt sich sein Werk weiter, während er sich von ikonischen Werbekampagnen hin zu experimentellen Kunstprojekten bewegt.
Dieses Monat können Besucher seine neuesten Kreationen während des Kulturwochenendes in der Brotfabrik Im Brahm in Krefeld am 14. und 15. März entdecken.
Vogelsängers frühe Karriere war geprägt von akribisch geplanten, hochriskanten Aufnahmen, bei denen digitale Abkürzungen unmöglich waren. Für eine Camel-Werbung ließ er eine ganze Landstraße neu pflastern, um Risse unter einem rasenden Auto zu vermeiden. Eine Kampagne für die BHW Bausparkasse erforderte den Bau vollwertiger Häuser – mit echten Dachziegeln, aber hohlen Innenräumen –, nur für ein einziges Foto. In Neuseeland färbte er Gras, pflanzte Weihnachtsbäume und formte die Landschaft um, um den Eindruck unberührter Wildnis zu erzeugen.
Seine Arbeiten prägten Kampagnen globaler Marken wie McDonald's, Adidas und Ford. Doch der Prozess war körperlich anspruchsvoll und ohne Sicherheitsnetz: kein Photoshop, keine KI, keine zweite Chance. Jedes Detail musste im Moment perfekt sein.
Nach Jahren in der Werbebranche wandte sich Vogelsänger der Kunstfotografie, Videokunst und bewegten Bildern zu. Seine aktuellen Projekte erkunden Zerstörung und Unvorhersehbarkeit. In Serien wie Photo-Destruktionismus und Blue Up verflüssigt er Emulsionen, taucht Abzüge in Wasser und filmt mit Hochgeschwindigkeitskameras. Diese Techniken stehen in krassem Gegensatz zu seiner früheren, präzisionsorientierten Arbeit – sie feiern Bewegung und den Kontrollverlust.
Kürzlich wurde er vom ADC (Art Directors Club Deutschland) für sein Lebenswerk nominiert, eine Auszeichnung, die er als besondere Ehre bezeichnet. Nach Stationen in Düsseldorf, London und anderen Städten arbeitet er heute in der Brotfabrik Im Brahm, einer historischen Backfabrik in Krefeld.
Vogelsängers neueste Werke werden während des Kulturwochenendes neben denen anderer Fotografen ausgestellt. Sein Wandel von der Werbung zur experimentellen Kunst markiert ein neues Kapitel, in dem Unvollkommenheit und Zufall genauso wichtig sind wie die sorgfältige Planung, die einst seine Karriere prägte. Die Veranstaltung bietet eine seltene Gelegenheit, sowohl seine legendären Werbearbeiten als auch seine sich entwickelnde künstlerische Vision zu erleben.
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