30 January 2026, 18:49

Lünens Haushaltsentwurf 2026/2027: Stabilität trotz Sparzwang und Steuererhöhungen

Ein altes Papierkarte von Westfalen mit geografischen Merkmalen wie Flüssen, Bergen und Städten sowie begleitendem Text.

Lünens Haushaltsentwurf 2026/2027: Stabilität trotz Sparzwang und Steuererhöhungen

Lünens Stadtkämmerer Dr. André Rieu stellt Haushaltsentwurf für 2026/2027 vor

Am 29. Januar 2026 präsentierte Lünens Stadtkämmerer Dr. André Rieu den Entwurf für den Haushalt 2026/2027. Das Ziel des Vorhabens: die finanzielle Stabilität der Stadt zu sichern – und das unter strengen Auflagen, die seit 2025 gelten. Angesichts steigender Kosten und stagnierender Einnahmen steht Lünen, wie viele andere deutsche Kommunen, weiterhin unter erheblichem Haushaltsdruck.

Der Etat hält den Konsolidierungskurs des Vorjahres aufrecht und erfüllt damit die Vorgaben der Aufsichtsbehörden. Zu den zentralen Maßnahmen zählen höhere Grundsteuern (Grundsteuer B) sowie eine Anhebung der Gewerbesteuer. Zudem soll ein Gewinnabführungsvertrag mit dem städtischen Versorgungsunternehmen dazu beitragen, das Haushaltsdefizit auszugleichen.

Bei der Vorstellung vor dem Stadtrat betonte Dr. Rieu die angespannte finanzielle Lage Lünens. Er rief zu verantwortungsvollen und pragmatischen Entscheidungen auf, um bis 2035 einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen. Der Plan sichere zwar den Betrieb für die kommenden zwei Jahre, doch die Spielräume blieben unter dem kommunalen Stabilisierungskonzept (HSK) eng begrenzt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die finanziellen Herausforderungen Lünens spiegeln dabei die Situation vieler anderer Städte und Gemeinden in Deutschland wider: Explodierende Sozialausgaben, marode Infrastruktur und die Abhängigkeit von Landeszuschüssen sowie Gewerbesteuern belasten die Haushalte weiterhin. Der Haushaltsentwurf soll trotz dieser Widrigkeiten Planungssicherheit bieten.

Mit dem Entwurf für 2026/2027 bleibt Lünen auf Kurs Richtung Konsolidierung. Steigerungen bei Steuern und Unternehmensgewinnen sollen die Aufrechterhaltung wichtiger Leistungen ermöglichen – stets im Einklang mit den Vorgaben der Aufsicht. Nun liegt der Ball beim Stadtrat, der die Vorlagen vor der endgültigen Verabschiedung prüfen muss.