Lünen gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus mit bewegendem Marsch durch die Stadt
Agata HübelLünen gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus mit bewegendem Marsch durch die Stadt
Rund 100 Menschen versammelten sich am 27. Januar in Lünen zu einem Gedenkmarsch für die Opfer des Nationalsozialismus. Die Veranstaltung stand im Zeichen des bundesweiten Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus und führte zu historischen Stätten in der gesamten Stadt. Bürgermeisterin Martina Förster-Teutenberg eröffnete den Marsch mit einer Rede auf dem Evangelischen Friedhof an der Kirchhofstraße.
Die Route begann am Friedhof und führte weiter zur Viktoriaschule, zum Hauptbahnhof sowie zu mehreren Standorten der Stolpersteine. An jedem Halt informierten Organisatoren der Lünener Stolperstein-Initiative, des Stadtmuseums und lokale Guides über historische Hintergründe und persönliche Schicksale der Verfolgten. Das Lünen-Süd-Blasorchester begleitete die Teilnehmer musikalisch während des gesamten Marsches.
Der letzte Halt war das Holocaust-Mahnmal an der Lippe, wo die Teilnehmenden über die Vergangenheit der Stadt nachdachten. Die Veranstaltung endete mit einem gemeinsamen Treffen im Gemeindezentrum St. Georg. Die Organisatoren kündigten an, den Gedenkmarsch künftig jährlich durchzuführen und damit Lünens Engagement für das Erinnern zu stärken.
Bisher wurden in Lünen mindestens sechs Stolpersteine verlegt, darunter am 11. Dezember 2025 einer für die jüdische Familie Rosenbaum in der Borker Straße 5. Die Stolperstein-Initiative plant weitere Verlegungen, sodass in Zukunft mit zusätzlichen Gedenkorten zu rechnen ist.
Bürgermeisterin Förster-Teutenberg betonte die Bedeutung der lokalen Erinnerungskultur und die gesellschaftliche Verantwortung, diese Geschichten zu bewahren. Der Marsch unterstrich Lünens Bemühungen, das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus wachzuhalten. Künftige Veranstaltungen sollen diese Initiative fortsetzen, um Aufklärung und Reflexion nachhaltig zu fördern.






