07 February 2026, 16:28

Laumann lehnt Tabak- und Zuckersteuern für das marode Gesundheitssystem ab

Ein Mann in einem blauen Anzug und Krawatte steht an einem Rednerpult, hält Papiere und spricht in ein Mikrofon, mit einer Pflanze und einer Wand dahinter, was eine formelle Umgebung suggeriert.

Laumann lehnt Tabak- und Zuckersteuern für das marode Gesundheitssystem ab

Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat sich gegen Pläne ausgesprochen, die Steuern auf Tabak und Zucker zu erhöhen. Gleichzeitig warnte er vor einer Ausweitung der gesetzlichen Krankenversicherung auf alle Beamten. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der das Gesundheitssystem des Landes unter massivem finanziellen Druck steht – die jährlichen Ausgaben belaufen sich auf rund 500 Milliarden Euro.

Laumann argumentierte, dass höhere Steuern auf Tabak und Zucker die finanziellen Probleme des Systems nicht lösen würden. Stattdessen schlug er einen anderen Ansatz vor: die Kopplung der Ausgaben für medizinische und pharmazeutische Leistungen an das Einnahmenwachstum der Krankenkassen. Dieser Schritt, so seine Überzeugung, würde eine nachhaltigere Kostensteuerung ermöglichen.

Der Minister lehnte zudem den Vorschlag ab, alle Beamten in die gesetzliche Krankenversicherung einzubeziehen. Ein solcher Schritt würde seiner Meinung nach sowohl den Bund als auch die Länder unzumutbar belasten. Angesichts der aktuellen Haushaltslage sei eine solche Reform undurchführbar, betonte Laumann.

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Seine Warnungen richteten sich insbesondere an die SPD, die sich für eine breitere Einbindung in das gesetzliche System einsetzt. Laumann bestehe darauf, dass die Stabilisierung des Gesundheitssystems – und nicht Steuererhöhungen – Priorität haben müsse.

Laumanns Vorschläge zielen darauf ab, die Gesundheitsausgaben an das Wachstum der Versicherungseinnahmen zu knüpfen, statt die Steuern zu erhöhen. Eine Ausweitung des gesetzlichen Versicherungsschutzes auf Beamte hält er unter den gegenwärtigen finanziellen Rahmenbedingungen für unrealistisch. Die Debatte über die Finanzierung und Reformen im nordrhein-westfälischen Gesundheitssystem wird voraussichtlich weitergehen.