25 March 2026, 00:14

Lamin Leroy Gibba revolutioniert mit Black Fruits das deutsche Fernsehen

Ein junger Mann in einer schwarzen Jacke posiert selbstbewusst vor einem dunklen Hintergrund mit entschlossener Miene.

Du hast keine Rollen für Schwarze Menschen? Dann 'Auf Wiedersehen, Deutschland!' - Lamin Leroy Gibba revolutioniert mit Black Fruits das deutsche Fernsehen

Lamin Leroy Gibba hat mit Black Fruits eine bahnbrechende ARD-Serie geschaffen, für die er nicht nur das Drehbuch schrieb, sondern auch die Hauptrolle übernahm. Die Serie erzählt die Geschichte von Lalo, einem komplexen Charakter, der als schwarzer, schwuler Mann in Deutschland mit Rassismus, Sexismus und Homophobie konfrontiert wird – Erfahrungen, die Gibba selbst in seiner Jugend machen musste. Nun ist die Serie für den Grimme-Preis nominiert, während Gibba für seine Arbeit mit dem Bayerischen Fernsehpreis, dem "Blauen Panther", ausgezeichnet wird.

1994 in Münster geboren, verbrachte Gibba seine Kindheit in Hamburg als ältestes von sechs Geschwistern. Schon mit elf Jahren spürte er die schmerzhaften Auswirkungen rassistischer Diskriminierung in Deutschland, die ihn sogar dazu brachten, über eine Ausreise nachzudenken. Später studierte er Schauspiel, Regie und Drehbuch an der New School der New York University, wo er die Fähigkeiten verfeinerte, die seine späteren Projekte prägen sollten.

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland setzte sich Gibba für mehr Sichtbarkeit queerer Menschen ein und schloss sich der Initiative Act Out an. Gleichzeitig entwickelte er Black Fruits, eine Serie, die von seinen eigenen Kämpfen inspiriert ist. Im Mittelpunkt steht Lalo, ein fehlerbehafteter, aber widerstandsfähiger Schulabbrecher – alles andere als ein klassischer Held –, der sich mit struktureller Diskriminierung auseinandersetzt. Gibba schrieb sich selbst in die Hauptrolle, entschlossen, diese ungeschönte Geschichte auf die Leinwand zu bringen.

Jahre lang kämpfte er darum, Produzenten vom Potenzial der Serie zu überzeugen. Sein Durchhaltevermögen zahlte sich aus: Black Fruits feierte Premiere, erhielt begeisterte Kritiken und ist nun für den Grimme-Preis nominiert. Zudem wird Gibbas Arbeit mit dem Bayerischen Fernsehpreis gewürdigt. Die Serie besticht durch ihre schonungslose Darstellung von intersektionaler Diskriminierung, die auf Gibbas eigenen Erfahrungen basiert. Mit den Nominierungen und Auszeichnungen hat Black Fruits seinen Platz im deutschen Fernsehen gefestigt und bietet eine seltene Perspektive auf Rassismus, Sexualität und Identität. Gibbas Weg – von der Erfahrung von Ausgrenzung zur Schaffung einer gefeierten Serie – unterstreicht die wachsende Nachfrage nach vielfältigem Storytelling in den Medien.

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