Kunstakademie Düsseldorf hält an umstrittener Veranstaltung mit Basma al-Sharif fest
Janin FinkePalästinensischer Künstler tritt nicht an der Akademie auf - Kunstakademie Düsseldorf hält an umstrittener Veranstaltung mit Basma al-Sharif fest
Eine geplante an der Kunstakademie Düsseldorf mit der palästinensischen Künstlerin Basma al-Sharif hat für Kontroversen gesorgt. Jüdische Organisationen fordern die Absage und verweisen dabei auf ihre Aktivitäten in sozialen Medien. Die Akademie hingegen verteidigt die Entscheidung, die wie geplant durchzuführen.
Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung stehen Beiträge al-Sharifs, die von Kritikern als Verherrlichung von Terrorismus und Verbreitung antisemitischer Inhalte gewertet werden. Jüdische Gruppen, darunter das Netzwerk jüdischer Akademiker:innen in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie die Jüdische Gemeinde Düsseldorf, haben die Abschaffung der gefordert. Sie argumentieren, ihre Äußerungen untergraben Israels Existenzrecht.
Die Rektorin der Akademie, Donatella Fioretti, wies die Forderungen zurück. In einer Stellungnahme betonte sie, dass künstlerische Freiheit eine offene Auseinandersetzung mit dem Werk von Künstler:innen erfordere. Die Institution erklärte zudem, dass Antisemitismus, Gewaltverherrlichung und die Infragestellung von Israels Existenzrecht an der Akademie keinen Platz hätten. Um Bedenken zu begegnen, führte die Akademie Gespräche mit den studierenden Organisator:innen. Die geplante Diskussion wird nun in einem moderierten Rahmen stattfinden, um eine respektvolle und verantwortungsvolle Atmosphäre zu gewährleisten. Die Einladung an al-Sharif begründet die Akademie mit ihrer international anerkannten künstlerischen Praxis. Trotz der Kritik bleibt die für den 16. Januar 2026 terminiert. Gegner:innen wie NRW-Kulturministerin Ina Brandes und Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller halten an ihrer Ablehnung fest.
Die Haltung der Akademie verdeutlicht den Konflikt zwischen künstlerischer Freiheit und der Sorge vor Hassrede. Die soll unter Auflagen stattfinden, die einen respektvollen Dialog fördern. Jüdische Organisationen bestehen darauf, dass die früheren Äußerungen der Künstlerin eine Absage rechtfertigen.






