Kühlturm-Sprengung in Frimmersdorf ebnet Weg für digitalen Innovationscampus

Toralf Zänker
Toralf Zänker
2 Min.
Ein großer Schutthaufen inmitten einer Baustelle, umgeben von Gebäuden, Bäumen und einem klaren blauen Himmel, mit einer Abrissmaschine am unteren Bildrand.Toralf Zänker

Platz für das Neue: Kühlturm des Braunkohlekraftwerks Explodiert - Kühlturm-Sprengung in Frimmersdorf ebnet Weg für digitalen Innovationscampus

Ein markantes Kühlturmgebäude des ehemaligen Kraftwerks Frimmersdorf ist mit einer kontrollierten Sprengung zu Fall gebracht worden. Die 117 Meter hohe Konstruktion, einst Teil des größten Kraftwerks Europas in den 1960er-Jahren, markiert einen weiteren Schritt bei der Umwandlung des Geländes in ein Digital- und Innovationszentrum für die Rheinische Region in Deutschland.

Durch den Abriss wird Platz für neue Projekte geschaffen, darunter ein Rechenzentrum und ein IT-Sicherheitscampus für die Ausbildung der öffentlichen Verwaltung.

Der Turm gehörte zum Block Q, einem Abschnitt des Kraftwerks, der 2021 endgültig stillgelegt wurde. Vor Ort bekannt als "Die Quelle", war er eines der letzten sichtbaren Überbleibsel der kohlebetriebenen Vergangenheit Frimmersdorfs. Aus Sicherheitsgründen wurden in der Umgebung liegende Straßen sowie ein Abschnitt des Erft-Flusses während der Sprengung vorübergehend gesperrt.

Das 70 Hektar große Gelände wird derzeit zu einem Digital- und Innovationshub für Industrie, Handel und Dienstleistungen umgebaut. Zwei Großprojekte sind bereits bestätigt: ein 20.000 Quadratmeter großes Rechenzentrum für die Landes-IT-Behörde IT.NRW sowie ein Bildungszentrum mit Schwerpunkt IT-Sicherheit für die öffentliche Verwaltung. Ein historischer Rundweg wird zudem die Geschichte des Braunkohleabbaus von der Lieferung bis zur Stromerzeugung nachzeichnen.

Der nördliche Bereich, in dem einst der Kühlturm stand, soll voraussichtlich bis Mitte 2028 baureif sein. Die umfassende Umgestaltung zielt darauf ab, den Strukturwandel im Rheinland weg vom Braunkohleabbau hin zu digitalen und nachhaltigen Industrien zu unterstützen.

Mit der Sprengung verschwindet ein langjähriges Industrie-Wahrzeichen, doch gleichzeitig entsteht Raum für neue wirtschaftliche Aktivitäten. Dank Rechenzentrum, IT-Sicherheitscampus und historischem Rundweg wird das Gelände moderne Infrastruktur mit einem Verweis auf seine industrielle Vergangenheit verbinden. Die Entwicklungsarbeiten werden im Rahmen des regionalen Ausstiegs aus der Kohle fortgesetzt.

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