Kriminalität im Rhein-Kreis Neuss sinkt – doch Aufklärung bei Tötungsdelikten schwächelt
Agata HübelKriminalität im Rhein-Kreis Neuss sinkt – doch Aufklärung bei Tötungsdelikten schwächelt
Kriminalitätsrate im Rhein-Kreis Neuss sinkt 2025 – weniger Straftaten, aber rückläufige Aufklärungsquote bei Tötungsdelikten
Im Rhein-Kreis Neuss ist die Kriminalitätsrate 2025 zurückgegangen: Im gesamten Kreisgebiet wurden weniger Straftaten registriert als im Vorjahr. Die Behörden verzeichneten 28.790 Fälle – ein Rückgang gegenüber den 30.954 Delikten des Jahres 2024. Die allgemeine Aufklärungsquote blieb mit 53,7 Prozent stabil und entspricht damit dem Landesdurchschnitt von Nordrhein-Westfalen.
Im vergangenen Jahr gab es im Kreis 17 Tötungsdelikte, darunter 11 versuchte Morde. Die Aufklärungsquote bei diesen schweren Straftaten sank jedoch deutlich auf 70,6 Prozent (2024: 93,8 Prozent). Sondereinsatzkommissionen wie die EK Asia und die EK Debit trugen maßgeblich zur Lösung mehrerer spektakulärer Fälle bei.
In Meerbusch verringerte sich die Kriminalität zum dritten Mal in Folge: 2.376 Straftaten wurden erfasst. Mit 39,5 Prozent bildeten Diebstähle den größten Anteil, gefolgt von sonstigen Verstößen gegen das Strafgesetzbuch und Gewaltdelikten. Die Aufklärungsquote der Stadt blieb mit 44,5 Prozent nahezu unverändert.
Auch kreisweit war Diebstahl die häufigste Straftat – 40,2 Prozent aller gemeldeten Fälle entfielen darauf. Landrätin Katharina Reinhold betonte, dass mehr als die Hälfte aller Delikte aufgeklärt werden konnte.
Der Rückgang der Gesamtfallzahlen setzt den bestehenden Trend im Rhein-Kreis Neuss fort. Allerdings verzeichnete die Aufklärungsquote bei Tötungsdelikten einen deutlichen Einbruch. Während Diebstahl weiterhin die häufigste Straftat bleibt, zeigen die Zahlen aus Meerbusch eine kontinuierliche Abnahme der Gesamtkriminalität. Details zu aufgeklärten Mordfällen oder den konkreten Ergebnissen der Ermittlungen der EK Asia wurden von den Behörden nicht bekannt gegeben.