Kreis Herford lockt Nachwuchsärzte mit neuem Förderprogramm und 400 Euro monatlich
Toralf ZänkerKreis Herford lockt Nachwuchsärzte mit neuem Förderprogramm und 400 Euro monatlich
Gesundheitsamt des Kreises Herford startet Förderprogramm für Nachwuchsärzte
Das Gesundheitsamt des Kreises Herford hat ein neues Förderprogramm ins Leben gerufen, um junge Mediziner in die Region zu locken. Studierende, die dort ihr Praktikum absolvieren, können künftig bis zu 400 Euro monatlich erhalten. Die Initiative soll zudem Absolventen motivieren, nach ihrem Studium vor Ort zu bleiben und zu arbeiten.
Die 30-jährige Medizinstudentin Laura Rogalski aus Ulm war kürzlich die erste Praktikantin, die ein Hospitationsprogramm im Gesundheitsamt durchlief. Geboren in Bad Salzuflen, plant sie, nach ihrem Studium in ihre Heimatregion zurückzukehren. Während ihres zweiwöchigen Einsatzes lernte sie fast das gesamte Spektrum der öffentlichen Gesundheitsarbeit kennen – von Infektionsschutz und Schuleingangsuntersuchungen über Krisenintervention bis hin zur sexuellen Gesundheitsberatung.
Rogalski hatte zuvor kaum Vorwissen über die vielfältigen Aufgaben des Amts. Während ihres Praktikums begleitete sie unter anderem Vorsorgeuntersuchungen für Kinder, ambulante Praxisbegehungen und sozialpsychiatrische Dienste. Nach ihren Erfahrungen traf sie sich mit Markus Altenhöner, dem Kreisdirektor und Leiter des Gesundheitsamts, um ihre positiven Eindrücke zu besprechen.
Das Förderprogramm stößt bereits auf großes Interesse: Bis 2025 wurden über 60 Anträge auf finanzielle Unterstützung bewilligt. Das Gesundheitsamt erhofft sich dadurch, die Region für künftige Ärztinnen und Ärzte attraktiver zu machen und gleichzeitig den Öffentlichen Gesundheitsdienst als Berufsfeld zu stärken.
Die Initiative unterstützt Medizinstudierende finanziell während ihrer Ausbildung und zielt darauf ab, sie nach dem Abschluss im Kreis Herford zu halten. Mit Rogalskis Praktikum als Vorbild rechnet das Amt mit weiteren Nachahmern. Langfristig soll so die lokale Gesundheitsversorgung gestärkt werden, indem junge Fachkräfte in der Region bleiben.






