26 December 2025, 07:10

Korit 420 FS kehrt 2026 zurück: Notfallzulassung gegen Vogelfraß im Maisanbau

Vögel auf einem Zaun mit Gras am unteren Bildrand.

Korit 420 FS kehrt 2026 zurück: Notfallzulassung gegen Vogelfraß im Maisanbau

Ein Saatgutbehandlungsmittel zum Schutz von Mais vor Vogelfraß kehrt Anfang 2026 für Landwirte zurück. Das Produkt Korit 420 FS erhielt eine 120-tägige Notfallzulassung, um Krähen, Tauben und Fasanen abzuwehren. Strenge Auflagen regeln seine Anwendung, um Umweltbelastungen zu begrenzen.

Die Behandlung ist vom 12. Januar bis 11. Mai 2026 erlaubt. Landwirte müssen sie in einer Dosierung von 87,5 ml pro Saateinheit anwenden, was 0,6 Litern pro 100 kg Saatgut entspricht. Pro Hektar dürfen maximal 175 ml eingesetzt werden.

Für die Aussaat des behandelten Saatguts sind driftarme pneumatische Sämaschinen vorgeschrieben. Während der Aussaat darf die Windgeschwindigkeit 5 Meter pro Sekunde nicht überschreiten. Pufferzonen von mindestens 5 Metern zur letzten Saatreihe und zu Oberflächengewässern sind Pflicht. In Wasserschutzgebieten und in der Nähe von Mineralquellen ist die behandelte Saat verboten. Alle Verpackungen müssen die maximale Aussaatmenge nach Behandlung deutlich ausweisen. Nur zertifizierte Betriebe dürfen Korit-behandeltes Saatgut verarbeiten. Die kritische Phase für Vogelfraß und den Befall durch die Zwiebelfliege dauert an, bis der Mais das Drei-Blatt-Stadium erreicht.

Kritik gab es bereits an früheren Notfallzulassungen von Korit 420 S, einem Insektizid mit dem Wirkstoff Chlorantraniliprol. Umweltverbände und Imker warnen trotz Risikominderungsmaßnahmen vor der hohen Giftigkeit für Bienen und Bestäuber. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hatte 2023 und 2024 vorübergehende Genehmigungen für die Bekämpfung des Westlichen Maiswurzelbohrers erteilt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die erneute Zulassung von Korit 420 FS ist mit strengen Vorgaben zu Anwendung, Aussaat und Zonierung verbunden. Landwirte müssen die Richtlinien einhalten, um Umweltauswirkungen zu minimieren und gleichzeitig ihre Ernte zu schützen. Das Mittel steht ab Januar 2026 für einen begrenzten Zeitraum zur Verfügung.