02 January 2026, 10:27

Kontrollierte Sprengung im Kraftwerk Ibbenbüren: Schornstein fällt am 22. Februar

Ein abgerissenes Haus mit ein paar Soldaten in der Nähe.

Kontrollierte Sprengung im Kraftwerk Ibbenbüren: Schornstein fällt am 22. Februar

Am 22. Februar steht im Kraftwerk Ibbenbüren die nächste große kontrollierte Sprengung an. Diesmal werden der Schornstein sowie die Entschwefelungs- und Entstickungsanlagen im Rahmen einer präzise geplanten Aktion zu Boden gehen. Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) überträgt das Ereignis live – genau wie bereits im Februar vergangenen Jahres, als der Kühlturm und das Kesselhaus gesprengt wurden.

Das auf Abbruch spezialisierte Unternehmen Hagedorn mit Sitz in Gütersloh leitet seit 2023 die Rückbauarbeiten auf dem Gelände. Jens Hofmann von dem Betrieb verantwortet die aktuelle Phase der Demontage. Das Projekt verlief nicht ohne Verzögerungen: Sicherheitsbedenken hatten frühere Sprengpläne verschoben, bevor im April 2025 schließlich die ersten Abrissarbeiten stattfanden.

Der Beton des gesprengten Kühlturms wird nun wiederverwendet: Er dient als Aufprallbett, um den Sturz des Schornsteins bei der anstehenden Sprengung abzufedern. Auch das Schrottmetall aus den Entschwefelungsanlagen geht nicht verloren – es wird eingeschmolzen und in Hochöfen erneut genutzt. Nach Abschluss der Abrissarbeiten übernimmt der Netzbetreiber Amprion das Gelände. Geplant ist der Bau eines Umspannwerks, das Windstrom aus der Nordsee in haushaltsüblichen Strom umwandelt. Die Anlage soll dann Haushalte in ganz Nordrhein-Westfalen versorgen. Hagedorn strebt an, das Gelände bis Juni 2026 vollständig zu räumen.

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Die Sprengung am 22. Februar markiert einen weiteren Schritt bei der Umnutzung des ehemaligen Kraftwerks. Sobald Schornstein und zugehörige Anlagen gefallen sind, beginnt die Umstellung des Standorts auf erneuerbare Energien. Das geplante Umspannwerk wird dazu beitragen, Windstrom an tausende Haushalte in der Region zu verteilen.