Kölner Streit um historische Vorgärten: FC-Viertel zwischen Denkmalschutz und Parkplatznot
Janin FinkeKölner Streit um historische Vorgärten: FC-Viertel zwischen Denkmalschutz und Parkplatznot
Köln will historische Vorgärten im FC Köln-Viertel schützen. Die Stadt plant Maßnahmen zum Erhalt der historischen Vorgärten im FC Köln-Viertel des Stadtteils Nippes. Eine geplante Bebauungsverordnung soll verhindern, dass Anwohner diese Grünflächen in zusätzliche Parkplätze umwandeln. Die Initiative zielt darauf ab, den Charakter des Viertels zu bewahren – doch bereits jetzt gibt es Widerstand von Eigentümern.
Die Stadtverwaltung will auf mehreren Straßen im FC Köln-Viertel die Neuanlage von Stellplätzen verbieten. Bestehende Zufahrten und Garagen bleiben davon unberührt, doch die Versiegelung neuer Flächen für nicht zwingend notwendige Zugänge soll künftig nicht mehr erlaubt sein. Bisher dürfen Hauseigentümer nach geltendem Baurecht ohne besondere Genehmigung Parkplätze anlegen.
Der Haus- und Grundbesitzer-Verein Köln übt scharfe Kritik an den Plänen. Der Verband spricht von einem beispiellosen Eingriff der Stadt in Eigentumsrechte. Anton Bausinger, Vorstandsmitglied des Vereins, rechnet damit, dass viele Anwohner formellen Widerspruch einlegen werden.
Im März wird der Ausschuss für Stadtentwicklung über die Vorhaben beraten. Bei einer Zustimmung würde die Verordnung helfen, den historischen Charme und die Grünflächen des Viertels zu erhalten. Allerdings fehlen der Stadt aktuelle Daten dazu, wie viele Vorgärten in den vergangenen Jahren bereits in Parkflächen umgewandelt wurden.
Die neuen Regeln würden nur für künftige Veränderungen gelten – bestehende Parkplätze blieben bestehen. Hauseigentümer könnten ihre aktuellen Zufahrten und Garagen weiter nutzen. Die Entscheidung im März wird zeigen, ob der Plan umgesetzt wird.






