Köln plant Mindestpreise für Uber – Fahrer protestieren gegen drastische Erhöhungen
Salvatore HarloffMietwagenfahrer protestieren gegen 'Preisdiktat' - Köln plant Mindestpreise für Uber – Fahrer protestieren gegen drastische Erhöhungen
In Köln sollen die Mindestpreise für Fahrten über Ride-Hailing-Dienste auf 80 Prozent des regulären Taxitarifs angehoben werden. Die geplante Maßnahme hat Proteste von Fahrern ausgelöst und Uber warnt vor deutlichen Preiserhöhungen. Taxiunternehmer hingegen begrüßen die Änderung und argumentieren, sie schaffe gleiche Wettbewerbsbedingungen.
Rund 100 Fahrer von Ride-Hailing-Diensten organisierten eine Demonstrationsfahrt durch die Kölner Innenstadt. Sie protestierten gegen die geplanten Preiserhöhungen, die ihrer Meinung nach die Kosten für viele Fahrgäste unerschwinglich machen würden. Aktuell kostet eine fünf Kilometer lange Taxifahrt in der Stadt etwa 20,50 Euro, während vergleichbare Fahrten in Paris und New York zwischen 15 und 25 Euro liegen.
Der Stadtrat wird den Vorschlag am 19. März beraten. Sollte er angenommen werden, müssten Ride-Hailing-Anbieter mindestens 80 Prozent des Taxipreises verlangen. Uber warnt, dass dies zu einer Preiserhöhung von über 50 Prozent führen könnte – und die Mobilität für die Bewohner deutlich verteuern würde.
Taxifahrer begrüßen die Pläne und betonen, dass Ride-Hailing-Dienste ihre Preise unfair unterbieten. Sie verweisen darauf, dass Taxis rund um die Uhr verfügbar sein und jede Fahrt annehmen müssen – anders als appbasierte Konkurrenten. Die lokalen Behörden prüfen zudem weitere Erhöhungen der Taxitarife, was die Sorgen über steigende Transportkosten verstärkt.
Christoph Weigler, Deutschland-Chef von Uber, kritisierte den Vorstoß und verwies darauf, dass Köln ohnehin schon eine teure Stadt sei. Höhere Preise würden einkommensschwächere Bewohner von bezahlbaren Transportmöglichkeiten ausschließen, warnte er.
Ziel der geplanten Tarifanpassung ist es, die Preise von Ride-Hailing-Diensten stärker an die traditioneller Taxis anzugleichen. Falls umgesetzt, werden sie voraussichtlich die Kosten für Fahrgäste erhöhen, gleichzeitig aber langjährige Klagen der Taxibranche berücksichtigen. Die endgültige Entscheidung trifft der Stadtrat nach der anstehenden Debatte.






