Kiesabbau in NRW: Studie könnte Abbauaktivitäten trotz lokalem Widerstand verstärken
Janin FinkeKiesabbau in NRW: Studie könnte Abbauaktivitäten trotz lokalem Widerstand verstärken
Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsministerium hat erste Rohstoff-Monitoring-Studie in Auftrag gegeben
Das RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung untersucht im Auftrag der Landesregierung den künftigen Kiesbedarf in Nordrhein-Westfalen. Doch die Ergebnisse könnten die Abbauaktivitäten in NRW verstärken – wo der lokale Widerstand bereits wächst.
Die Studie soll klären, wie viel Kies das Land in den kommenden Jahren benötigen wird. Das RWI musste bis zum 31. Dezember einen vorläufigen Entwurf an das Ministerium übermitteln. Bevor der Bericht finalisiert wird, kann die Landesregierung noch Änderungen anfordern und weitere Akteure zu den vorläufigen Erkenntnissen konsultieren.
Der lokale Vertreter Schneider aus Kamp-Lintfort schlägt nun Alarm: Er warnt, dass ein hoher Bedarf und fehlende Alternativen zu einem verstärkten Kiesabbau in NRW führen könnten. Schneider hat daher eine offizielle Anfrage an die Landesregierung gerichtet und fordert Details zu den Schlussfolgerungen des Entwurfs – insbesondere zu einem möglichen Degressionsfaktor in der Landesplanung.
Die grüne Wirtschaftsministerin plant, die Studienergebnisse als Grundlage für die Festlegung dieses Faktors zu nutzen, der bestimmt, wie viele neue Kiesgruben genehmigt werden. Schneider prüft zudem, ob Branchenverbände Einfluss auf das Monitoring-Verfahren in NRW genommen haben. Er kündigte an, die Regierung unter Druck zu setzen, ihr Versprechen einzulösen und die rücksichtslose Kiesförderung in NRW einzudämmen.
Der endgültige RWI-Bericht wird die künftige Kiesabbaupolitik des Landes prägen. Sollte ein Degressionsfaktor eingeführt werden, könnte dies die Ausweisung neuer Abbaugebiete in NRW begrenzen und die Belastung für den Niederrhein verringern. Durch Schneiders Anfrage und seine Forderungen nach Transparenz bleibt das Thema voraussichtlich weiter in der öffentlichen Diskussion.






