KI-Revolution in NRW: Wie Data Factory NRW die Fertigung mit 51 smarten Lösungen umkrempelt
Agata HübelKI-Revolution in NRW: Wie Data Factory NRW die Fertigung mit 51 smarten Lösungen umkrempelt
Ein KI-gestütztes Leuchtturmprojekt in Nordrhein-Westfalen revolutioniert die Fertigung in der Region
Unter dem Namen Data Factory NRW hat eine neue KI-Initiative die Produktionsprozesse in Nordrhein-Westfalen grundlegend verändert. Im Rahmen des Projekts wurden 51 praxistaugliche KI-Anwendungen entwickelt, die unter anderem die Schichtplanung und Qualitätssicherung optimieren. Das System ist bereits an 120 Arbeitsplätzen im Werk Harsewinkel im Einsatz – mit Plänen für eine globale Ausweitung.
Federführend umgesetzt wurde die Initiative vom Spitzencluster it’s OWL, gemeinsam mit namhaften Unternehmen wie Schmitz Cargobull, Claas und NTT DATA Business Solutions. Beteiligt waren zudem der Logistikdienstleister Duvenbeck, das Technologieunternehmen MotionMiners sowie mehrere Fraunhofer-Institute. Mit einem Gesamtbudget von 14,5 Millionen Euro – davon 9,2 Millionen aus Landesmitteln – sollte KI direkt in die Fabrikabläufe integriert werden.
Im Claas-Werk für Mähdrescher in Harsewinkel kommt nun ein webbasiertes Assistenzsystem zum Einsatz. Es liefert den Mitarbeitenden über eine IIoT-Verbindung Echtzeit-Montageanleitungen. Zudem testet das Unternehmen einen generativen KI-Chat, der bei Produktionsfragen auf Abruf Unterstützung bietet. Beim Standort Vreden von Schmitz Cargobull entstand hingegen ein digitales Fabrikmodell auf Basis von KI-verarbeiteten 3D-Punktwolken. Diese Innovation ermöglicht eine nahtlose Produktionsplanung über verschiedene Softwaresysteme hinweg. Die KI-Kompetenzplattform AI.NRW zeichnete Data Factory NRW später als Leuchtturmprojekt aus – insbesondere wegen seiner Auswirkungen auf Planung, Logistik und Unternehmensarchitektur.
Die Bilanz des Projekts kann sich sehen lassen: 51 KI-Lösungen sind bereits in der Fertigung aktiv. Die beteiligten Unternehmen skalieren die Technologien weiter, und die internationale Verbreitung läuft an. Die Investition von 14,5 Millionen Euro unterstreicht den Willen Nordrhein-Westfalens, die Industrie durch KI-Integration zukunftsfähig zu machen.






