11 January 2026, 02:37

Kaufland begrenzt Milka-MMMax auf 34 Tafeln – warum gerade diese Zahl?

Ein Supermarkt-Innenraum mit verschiedenen Lebensmitteln auf den Regalen.

Kaufland begrenzt Milka-MMMax auf 34 Tafeln – warum gerade diese Zahl?

Kaufland beschränkt Milka-MMMax-Tafeln auf 34 Stück pro Kunde Eine Kaufland-Filiale in Deutschland hat eine strikte Obergrenze für Milka-MMMax-Schokoriegel eingeführt: Pro Kunde sind maximal 34 Tafeln erhältlich. Der Schritt folgt Beschwerden über Großkäufer, die die Regale leer kauften und die Riegel zu höheren Preisen weiterverkauften. Unterdessen urteilte kürzlich ein Hamburger Gericht darüber, was als "haushaltsübliche Menge" im Einzelhandel gilt – und entschied, dass vier Musik-Download-Karten akzeptabel seien, fünf Smartphones jedoch nicht.

Die Begrenzung auf 34 Tafeln erfolgte, nachdem der Hersteller Mondelez Anfang 2025 die Preise für Milka erhöhte und gleichzeitig die Riegelgröße verringerte. Diese Änderung führte zu einer versteckten Preiserhöhung von über 60 Prozent, was Verbraucherschützer auf den Plan rief. Die Organisation Foodwatch kürte Milka gar zur "dreistesten Werbelüge des Jahres" für diese Strategie.

Kauflands Restriktion zielt darauf ab, Kioske und Tankstellen daran zu hindern, stark rabattierte Ware im Großhandel aufzukaufen und mit Aufschlag weiterzuverkaufen. Manche Kunden vermuten hinter der Begrenzung jedoch eine psychologische Taktik, um Kaufdruck zu erzeugen und den Absatz zu steigern. Andere fragen sich, warum ausgerechnet 34 Riegel erlaubt sind – in Online-Foren wie Reddit wird spekuliert, ob die Zahl willkürlich gewählt wurde oder auf Lieferengpässen beruht. Nicht alle Kaufland-Filialen setzen die Regel durch, und die Preise variieren je nach Standort. Nach deutschem Recht dürfen Händler eigene Kaufbeschränkungen festlegen, doch der Begriff "haushaltsübliche Menge" bleibt vage. Das jüngste Hamburger Urteil unterstrich diese Unschärfe und deutete an, dass Kleinteile wie Geschenkkarten anders bewertet werden könnten als hochpreisige Güter wie Smartphones.

Während einige Kaufland-Standorte die 34er-Grenze beibehalten, verzichten andere auf Beschränkungen. Die Maßnahme spiegelt die größeren Spannungen zwischen Einzelhändlern, Großabnehmern und normalen Kund:innen wider. Solange Mondelez an seinen Preisanpassungen festhält, dürfte die Debatte über faire Kaufmengen – und die Definition einer "haushaltsüblichen Menge" – weitergehen.

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