Kanew kämpft um Strom und Wasser – wie Viersen mit Löschfahrzeugen hilft
Salvatore HarloffKanew kämpft um Strom und Wasser – wie Viersen mit Löschfahrzeugen hilft
Ukrainische Stadt Kanew leidet unter Strom- und Wassermangel nach schweren Zerstörungen
Die ukrainische Stadt Kanew kämpft mit massiven Engpässen bei Strom und Wasser, nachdem jüngste Schäden die Bewohner ohne grundlegende Versorgungsgüter zurückgelassen haben. Lokale Behörden und Freiwillige aus der deutschen Stadt Viersen arbeiten Hand in Hand, um dringend benötigte Hilfe zu liefern – darunter Feuerwehrfahrzeuge und Materialien für provisorische Bauarbeiten.
Im Juli 2025 wurden zwei ausgemusterte Löschfahrzeuge und ein Sprinter-Transporter nach Kanew geschickt, um die Wiederaufbauarbeiten zu unterstützen. Die Feuerwehrfahrzeuge wurden gemeinsam von der Stadt Viersen, dem Verein Freunde Kanews und einem privaten Spender finanziert, während der Sprinter aus Bundesmitteln bezahlt wurde. Die Fahrzeuge sollen vor Ort akute Notlagen lindern.
Die lokale Vertreterin Halyna Moskalenko schildert gegenüber Bürgermeisterin Sabine Anemüller und den Viersener Helfern die dringendsten Bedürfnisse: Ohne Strom können die Krankenhäuser in Kanew lebenswichtige medizinische Geräte nicht betreiben. Die Stromausfälle legen zudem Wasserpumpen lahm, sodass die Stadt weder Trinkwasser noch eine funktionierende Abwasserentsorgung hat.
Die Bewohner kämpfen zudem mit zerbrochenen Fensterscheiben in ihren Häusern. Dringend benötigt werden dicke, transparente Folien, um die Öffnungen abzudichten, ohne Tageslicht auszuschließen. Eine günstigere Alternative wie Sperrholz würde das natürliche Licht komplett blockieren und die Lebensbedingungen weiter verschärfen.
Der Verein Freunde Kanews hat einen öffentlichen Spendenaufruf gestartet, um die Grundversorgung wiederherzustellen. Durch regelmäßigen Austausch zwischen Viersen und Kanew wird sichergestellt, dass die Hilfe gezielt dort ankommt, wo sie am dringendsten gebraucht wird – mit Materialien und Geldern, die effizient an die Betroffenen verteilt werden.
Die fortlaufende Partnerschaft zwischen Viersen und Kanew zielt darauf ab, die Strom- und Wasserversorgung sowie sichere Unterkünfte für die Bevölkerung wiederherzustellen. Provisorische Lösungen wie transparente Folien und Einsatzfahrzeuge bringen kurzfristige Entlastung, doch für den vollständigen Wiederaufbau der Infrastruktur ist weitere Unterstützung nötig. Spenden und koordinierte Hilfsmaßnahmen bleiben entscheidend für den Wiederaufbauprozess.






