Jugendkriminalität in NRW sinkt um 10,4 % – doch Gewaltdelikte nehmen zu
Agata HübelMehr junge Opfer von Kriminalität in NRW - Jugendkriminalität in NRW sinkt um 10,4 % – doch Gewaltdelikte nehmen zu
Jugendkriminalität in Nordrhein-Westfalen ist laut dem jüngsten Jahresbericht deutlich zurückgegangen. Das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen (LKA NRW) verzeichnete 2024 einen Rückgang der Straftaten von unter 21-Jährigen um 10,4 Prozent. Gleichzeitig stieg die Zahl junger Opfer im selben Zeitraum leicht an.
Der Bericht zeigt einen kontinuierlichen Rückgang der Jugendkriminalität in den meisten Deliktbereichen. Sowohl bei Kindern als auch bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen gingen die Verdachtsfälle zurück, mit einem Gesamtminus von 7,4 Prozent bei den unter 21-jährigen Tatverdächtigen. Dabei entfielen 72 Prozent der Verdächtigen auf Männer, 28 Prozent auf Frauen.
Einige Straftaten nahmen jedoch zu. Körperverletzungen, Landfriedensbruch, Erpressung und Beleidigungen häuften sich unter jungen Tätern. Dennoch sind alkoholverbundene Vorfälle seit 2015 stark zurückgegangen und liegen mittlerweile bei weniger als der Hälfte des damaligen Werts. Die Zahl der jungen Opfer stieg um 2,1 Prozent auf 76.675 im Jahr 2024. Davon waren 54,7 Prozent männlich und 45,3 Prozent weiblich, wie aus den Erhebungen des LKA NRW hervorgeht.
Der Bericht zeichnet ein gemischtes Bild der Jugendkriminalität in der Region. Zwar ist die Gesamtzahl der Straftaten deutlich gesunken, doch bestimmte Gewaltdelikte haben zugenommen. Gleichzeitig wächst die Zahl der jungen Menschen, die von Kriminalität betroffen sind – eine anhaltende Herausforderung für die Strafverfolgungsbehörden.






