14 April 2026, 22:12

Jugendkriminalität in NRW erreicht besorgniserregenden Höchststand – und die Täter werden immer jünger

Karte von Australien in Rot schattiert, um verschiedene Prozentanteile von Jugendlichen in den Bundesstaaten anzuzeigen, mit einer Bildunterschrift unten, die besagt: "Jugendliche können auf die Sex-Täter-Liste gesetzt werden, wenn sie einvernehmlichen Sex haben."

Jugendkriminalität in NRW erreicht besorgniserregenden Höchststand – und die Täter werden immer jünger

Jugendkriminalität in Nordrhein-Westfalen steigt dramatisch an

Laut einer neuen Studie hat die Jugendkriminalität in Nordrhein-Westfalen in den vergangenen zehn Jahren stark zugenommen. Forscher der Universität zu Köln und des Landeskriminalamts verzeichnen einen besorgniserregenden Anstieg der Straftaten unter Kindern ab elf Jahren. Die Ergebnisse lösten bei Politikern und Pädagogen gleichermaßen dringende Forderungen nach Gegenmaßnahmen aus.

Für die Untersuchung wurden über 3.800 Schülerinnen und Schüler der siebten und neunten Klassen an 27 Schulen in Gelsenkirchen, Marl und Herten befragt. Dabei zeigte sich ein deutlicher Anstieg der registrierten Delikte zwischen 2013 und 2024 – besonders unter ausländischen Schülerinnen und Schülern im Alter von 11 bis 13 Jahren. Bei Mädchen unter 14 Jahren war der Anstieg mit fast 150 Prozent am stärksten, während die Straftaten bei Jungen um 104 Prozent zunahmen.

Experten führen die anhaltenden Folgen der Pandemie und den Einfluss sozialer Medien als zentrale Gründe an. Schulen berichten von wachsenden Schwierigkeiten, Regeln durchzusetzen, da Schülerinnen und Schüler Konsequenzen zunehmend ignorieren. Gewalttätige Vorfälle, darunter Angriffe auf Lehrkräfte, Polizisten und Rettungskräfte, häufen sich.

Die Studie verdeutlicht zudem eine Zunahme von Hass, Respektlosigkeit und Aggression unter Jugendlichen, wobei die Täter immer jünger werden. Innenminister Herbert Reul forderte daraufhin eine öffentliche Debatte über eine Herabsetzung des Strafmündigkeitsalters. Gleichzeitig kämpfen Schulen weiterhin mit ungesühnten Verstößen und eskalierenden Verhaltensproblemen.

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Die Ergebnisse unterstreichen einen alarmierenden Wandel im Verhalten von Jugendlichen, bei dem immer jüngere Kinder in schwere Straftaten verwickelt sind. Die Behörden stehen unter Druck, die Ursachen zu bekämpfen – von der Rolle sozialer Medien bis hin zu Defiziten in der schulischen Disziplin. Die Forderung nach einer Senkung des Strafmündigkeitsalters könnte einen Wendepunkt in der Bekämpfung der steigenden Jugendkriminalität in der Region markieren.

Quelle