Jazzlegende Klaus Doldinger stirbt mit 89 – ein Leben für die Musik
Salvatore HarloffDeutschlands Jazz-König - Klaus Doldinger ist tot - Jazzlegende Klaus Doldinger stirbt mit 89 – ein Leben für die Musik
Klaus Doldinger, die deutsche Musiklegende und Jazzgröße, ist im Alter von 89 Jahren verstorben. Der weltbekannte Komponist, dessen ikonische Tatort-Titelmelodie und bahnbrechende Arbeiten für Film und Fernsehen Generationen prägten, starb am Donnerstagabend friedlich in seinem Zuhause im Kreis seiner Familie.
Doldingers Karriere begann in den frühen 1950er-Jahren als Mitglied der Dixie-Band The Feetwarmers. Später gründete er sein erstes Ensemble, Oskar's Trio, bevor er 1969 Motherhood und – am bekanntesten – 1971 die Band Passport ins Leben rief. Mit Passport stand er fast fünf Jahrzehnte lang über 5.000 Mal auf der Bühne und schrieb sich damit in die internationale Jazzgeschichte ein.
Seine Musik verschmolz Jazz, Rock, Blues, Soul und sogar experimentelle elektronische Klänge mit lateinamerikanischen Rhythmen. Neben seinen Live-Auftritten schuf Doldinger unvergessliche Filmmusiken und Soundtracks, etwa für Das Boot, Die unendliche Geschichte oder Liebling Kreuzberg. Seine Tatort-Melodie avancierte zu einem der prägendsten Stücke der deutschen Fernsehgeschichte.
2021 ehrte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Doldinger für seine Verdienste um die Erneuerung der improvisierten Musik und seinen Einfluss auf unzählige Musiker. Udo Lindenberg, der einst als Schlagzeuger für ihn spielte, nannte ihn einen "Jazzmeister" und eine Schlüsselfigur der deutschen Musikszene.
Doldinger hinterlässt ein gewaltiges musikalisches Erbe – von Jazzbühnen bis zu Filmkompositionen. Seine Werke haben die deutsche Kultur über Jahrzehnte geprägt und ihm einen festen Platz in der Kunstgeschichte des Landes gesichert. Die Wirkung seiner Kompositionen und Auftritte wird Musik und Medien noch lange begleiten.






