21 December 2025, 09:54

Ikon der Schwulenbewegung - Rosa von Praunheim stirbt

Zwei Frauen in schwarzen Anzügen, eine auf dem Boden sitzend und eine Waffe haltend, die andere stehend und eine Waffe haltend, mit einer dritten Frau, die daneben steht, in einem Raum mit einem Stuhl, einer Toilette und einer hölzernen Tür.

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Ikone der Schwulenbewegung – Rosa von Praunheim stirbt mit 83 Jahren

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Ikone der Schwulenbewegung – Rosa von Praunheim stirbt mit 83 Jahren

Ikone der Schwulenbewegung – Rosa von Praunheim stirbt mit 83 Jahren

Rosa von Praunheim, eine prägende Figur der Schwulenbewegung und Pionier des queeren Kinos, ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Mit seinem mutigen Aktivismus und bahnbrechenden Filmen hinterlässt er ein bleibendes Erbe in der queeren Kultur. Nur wenige Tage nach seiner Hochzeit mit seinem langjährigen Partner erlag er dem Tod.

Bekanntheit erlangte von Praunheim zunächst durch seine kompromisslose Haltung zur Homosexualität. 1991 sorgte er für Schlagzeilen, als er in einer live übertragenen Fernsehsendung mehrere prominente Persönlichkeiten – darunter Talkmaster Alfred Biolek und Komiker Hape Kerkeling – outete. Seine Filme wie „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“ oder „Das Bett“ brachen mit Konventionen und prägten die queere Erzählkunst neu.

Doch sein Wirken ging weit über das Filmemachen hinaus: Als lautstarker Fürsprecher für Safer Sex während der Aidskrise setzte er sich unermüdlich ein. Daneben schrieb er Theaterstücke und Bücher, malte und präsentierte erst kürzlich eine Ausstellung unter dem Titel „Nackte Männer – Nackte Tiere". Trotz seines provokanten Rufs sprach er offen über den Tod, den er einst als „etwas Großartiges. Ewigen Schlaf. Frieden“ bezeichnete. Eine Wahrsagerin hatte ihm einst den 16. Oktober 2023 als Todesdatum vorhergesagt – eine Prophezeiung, die er belächelte. Stattdessen starb er am 17. Dezember 2025, kurz nach seiner Trauung. Der TEDDY AWARD, einer der renommiertesten LGBTQ+-Filmpreise, würdigte ihn nach Bekanntwerden der Nachricht mit einem öffentlichen Nachruf.

Rosa von Praunheims Vermächtnis umfasst Jahrzehnte des Aktivismus, der Kunst und des Films. Sein Werk sprengte Grenzen und gab queeren Erfahrungen Sichtbarkeit. Die Hommage des TEDDY AWARDS unterstreicht seinen anhaltenden Einfluss auf das LGBTQ+-Kino und die Kultur.