24 March 2026, 02:13

Herbstliche Gefahren: Warum Radunfälle im Rhein-Kreis Neuss zunehmen

Eine Gruppe von Menschen, die nachts auf Fahrrädern eine gut beleuchtete Stadtstraße entlangfahren, alle tragen Helme.

Herbstliche Gefahren: Warum Radunfälle im Rhein-Kreis Neuss zunehmen

Sorgen um Verkehrssicherheit wachsen im Rhein-Kreis Neuss – Radunfälle nehmen im Herbst zu

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Im Rhein-Kreis Neuss mehren sich die Bedenken zur Verkehrssicherheit, da sich im Herbst die Zahl der Fahrradunfälle erhöht. Allein im November 2025 wurden drei schwere Vorfälle gemeldet, wobei nasses Wetter und schlechte Sicht die Risiken zusätzlich verschärften. Die Behörden rufen sowohl Radfahrer als auch Autofahrer dazu auf, mit Beginn der kalten Jahreszeit besondere Vorsicht walten zu lassen.

Im November 2025 erlitten drei Radfahrer bei separaten Unfällen im Rhein-Kreis Neuss schwere Verletzungen. In einem Fall blieb ein Reifen eines Fahrrads auf nasser Fahrbahn in Gleisen einer Straßenbahn stecken. Ein weiterer Vorfall betraf einen 14-jährigen E-Bike-Fahrer in Dormagen, der die Vorfahrt missachtete und dadurch einen Zusammenstoß verursachte. In Grevenbroich stürzte zudem ein alkoholisierter Radfahrer nach einer Kollision mit nassem Laub und zog sich eine schwere Kopfverletzung zu.

Im Oktober 2025 wurden im Kreisgebiet 21 Radunfälle registriert – zehn weniger als in einem durchschnittlichen Sommermonat. Die Gesamtstatistik für 2025 verzeichnet jedoch 609 fahrradbezogene Vorfälle, bei denen sieben Menschen ums Leben kamen und 202 verletzt wurden, darunter 101 Schwerverletzte. Nasse Straßen, frühe Dunkelheit und eingeschränkte Sichtverhältnisse im Herbst und Winter gelten als Hauptgründe für den Anstieg der Unfälle.

Experten betonen, dass das Tragen von Helmen das Risiko schwerer Kopfverletzungen deutlich verringert. Zudem empfehlen sie helle, reflektierende Kleidung und gut eingestellte Fahrradbeleuchtung, um die Sichtbarkeit zu verbessern. Radfahrer sollten sich an die Verkehrsregeln halten, ausreichend Abstand zu Fahrzeugen einhalten und nach Möglichkeit ausgewiesene Radwege nutzen. Auch Autofahrer sind gefordert, wachsam zu bleiben und durch defensive Fahrweise zu einem sicheren Miteinander im Straßenverkehr beizutragen.

Die jüngsten Unfälle unterstreichen die Notwendigkeit eines größeren Problembewusstseins bei allen Verkehrsteilnehmern. Angesichts von Hunderten Verletzten und Toten im Jahr 2025 setzen sich die Behörden weiterhin für mehr Sicherheit im Radverkehr ein. Einfache Maßnahmen wie Helme, Beleuchtung und die Einhaltung der Verkehrsregeln könnten viele dieser Vorfälle verhindern.

Quelle