18 February 2026, 06:20

Hendrik Wüsts umstrittenes Instagram-Fotoshooting löst PR-Debatte aus

Ein Mann im Anzug und Krawatte steht vor einer Wand voller Fotos und schaut ernst, was darauf hinweist, dass er ein Politiker ist.

SPD kritisiert inszeniertes Wüst-Fotoshooting auf Instagram - Hendrik Wüsts umstrittenes Instagram-Fotoshooting löst PR-Debatte aus

Ein kürzlich durchgeführtes Instagram-Fotoshooting mit Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst hat für Kritik gesorgt. Das Video, das von einem Influencer geteilt wurde, der sich als Straßenfotograf ausgab, wirkte wie eine zufällige Begegnung zwischen den beiden. Kritiker werfen dem Ministerpräsidenten jedoch vor, das Treffen für PR-Zwecke inszeniert zu haben.

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Bei dem umstrittenen Video handelt es sich um einen Beitrag des Influencers "Fabiano", der Wüst später in Schutz nahm. Er beschrieb den Regierungschef als "authentisch, spontan und zugänglich" und betonte, die Interaktion habe sich trotz der vorherigen Absprache natürlich angefühlt. Aus Regierungskreisen hieß es, das Treffen sei im Voraus geplant gewesen – alle Beteiligten seien über die Absprache informiert gewesen.

Laut einem Sprecher der Staatskanzlei gab es für das Fotoshooting keine Bezahlung. Diese Angabe konnte die Vorbehalte der politischen Gegner jedoch kaum mildern. Diese warfen Wüst vor, einen scheinbar echten Moment für die Öffentlichkeit inszeniert zu haben. Frederick Cordes, Generalsekretär der SPD in Nordrhein-Westfalen, argumentierte, die Bürger bräuchten einen Regierungschef, der "auch ohne Kameras aufrichtig mit den Menschen in Kontakt tritt".

Die SPD ging noch weiter und bezeichnete die Aktion als "inszenierte PR-Show" statt als echte Straßenbegegnung. Die Debatte lenkt den Blick auf die verschwimmende Grenze zwischen politischer Authentizität und Medienstrategie in der modernen Regierungsführung.

Der Vorfall wirft Fragen zur Transparenz in der politischen Kommunikation auf. Zwar betont Wüsts Team, es sei kein Geld geflossen, doch die vorab geplante Natur des Fotoshootings bleibt umstritten. Die SPD fordert weiterhin mehr echten Austausch des Ministerpräsidenten mit der Bevölkerung.