Hemadlenz-Fest in Dorfen bricht alle Besucherrekorde mit 4.500 Gästen
Toralf ZänkerHemadlenz-Fest in Dorfen bricht alle Besucherrekorde mit 4.500 Gästen
Dorfen feiert Hemadlenz-Fest mit Rekordbesuch
Am 12. Februar beging Dorfen sein traditionelles Hemadlenz-Fest – und das mit Rekordteilnahme. Über 4.500 Menschen versammelten sich, um den farbenfrohen Umzug zu verfolgen, der mit dem Abbrennen einer Strohpuppe seinen Höhepunkt fand. Sowohl Einheimische als auch Erstbesucher sorgten für eine ausgelassene Stimmung in der Innenstadt.
Den Auftakt bildete ein Umzug mit dem "königlichen Paar", Prinzessin Nicole I. und Prinz Bernhard I., die aus ihrer Kammer am Unteren Tor erschienen. Später stieß Bürgermeister Heinz Grundner vom Balkon des Rathauses mit den Feiernden an, bevor er sich selbst in das Geschehen unten auf der Straße einreihte.
Die Sicherheitsvorkehrungen waren demokratisch: Dorfen investierte über 5.000 Euro, um für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen. Sämtliche Zufahrtsstraßen zur Innenstadt wurden gesperrt, sodass das Areal komplett autofrei blieb. Private Sicherheitskräfte meldeten einen problemlosen Verlauf – fast alle Teilnehmer zogen ohne Zwischenfälle durch die Stadt.
Die Armstorfer Abordnung, ein fester Bestandteil des Festes, trat traditionell für die Nonnen des Klosters Armstorf sowie die Familie Prade in Oberhausmehring auf. Gegen 14:30 Uhr endete der offizielle Umzug mit dem Entzünden der Hemadlenz-Puppe am Marienplatz – begleitet von jubelnden Zuschauern.
Ähnlich wie Münchens Schäfflertanz verbindet das Hemadlenz-Brauchtum symbolträchtige Umzüge mit dem Verbrennen einer Strohfigur. In diesem Jahr war das Fest größer denn je – geprägt von fröhlicher und friedlicher Atmosphäre.
Das Hemadlenz-Fest in Dorfen lockte mehr Besucher als je zuvor, ohne dass es zu größeren Störungen kam. Die Sicherheitsmaßnahmen und die autofreie Zone trugen maßgeblich zur Ordnung bei. Einmal mehr unterstrich die Veranstaltung den einzigartigen kulturellen Charme Dorfens – für Einwohner und Gäste gleichermaßen.
Wie sich die Hemadlenz-Tradition über die Zeit entwickelt hat
Die Wurzeln des Hemadlenz-Fests reichen tiefer als das rekordbrechende Ereignis von 2026. Historische Aufzeichnungen zeigen:
- Die Tradition existierte bereits vor der Gründung der Dorfener Karnevalsgesellschaft im Jahr 1899, mit frühen Verweisen auf die Hemadlenzen.
- Das Verbrennen der Strohpuppe wurde in der Mitte des 20. Jahrhunderts eingeführt und von dem ehemaligen Pr├Ąsidenten Franz Anneser standardisiert.
- Die Symbolik des 'Winter vertreiben' wurde durch Figuren wie Anneser und Goggi Thalmeier bewahrt, obwohl moderne Interpretationen variieren.






