Hape Kerkelings neuer Film rechnet mit Trump und Söder in schräger Satire ab
Janin FinkeHape Kerkelings neuer Film rechnet mit Trump und Söder in schräger Satire ab
Hape Kerkelings neuer satirischer Film nimmt die deutsche Politik auf die Schippe – mit seinem Kultcharakter Horst Schlämmer in einer ungewöhnlichen Medienrolle
In seinem neuesten Werk verpackt Hape Kerkeling die deutsche Politik in eine humorvolle Geschichte, in der sein geliebter Horst Schlämmer in eine absurde Medienwelt gerät. Die Handlung ist gespickt mit spielerischen Seitenhieben auf reale Persönlichkeiten wie Markus Söder und Donald Trump und entwirft dabei völlig überzogene politische Szenarien. Die Geschichte begleitet Schlämmer, der sich in einer fiktiven Redaktion behaupten muss und dabei unfreiwillig in nationale Debatten stolpert.
Im Film übernimmt Horst Schlämmer den Posten des stellvertretenden Chefredakteurs bei der erfundenen Grevenbroicher Gazette. Seine Reise führt ihn quer durch Deutschland – von bayerischen Bierkellern bis zu den sandigen Stränden von Sylt. Unterwegs begegnet er karikierten Versionen politischer Größen.
Markus Söder, Bayerns Ministerpräsident, wird als trumpähnliche Figur dargestellt – inklusive Vorliebe für Diet Coke. Der Film macht sich über seinen beharrlichen Widerstand lustig, bayerisches Territorium herzugeben, auch wenn er scherzhaft mit dem Gedanken spielt, norddeutsche Inseln wie Helgoland oder Sylt zu beanspruchen. Unterdessen staunt ein fiktionalisierter Bobby Kennedy, der als trumpistischer Berater auftritt, über Söders Ausdauer und nennt dessen Gesundheit "gottgleich". Auf der anderen Seite des Atlantiks eskaliert die Satire, als Donald Trump plötzlich darauf besteht, Grönland annektieren zu wollen. Dazu gesellt sich Bill Pulte, ein 37-jähriger US-Wohnungsbeamter, der wegen seiner scharfen Angriffe auf Fed-Chef Jerome Powell den Spitznamen "Kleiner Trump" trägt. Sein aggressiver Stil passt perfekt in die überzeichneten politischen Parodien des Films.
Kerkelings neuester Streifen verbindet Slapstick-Humor mit beißender Polit-Satire und nutzt Schlämmers chaotische Abenteuer, um reale Spannungen zu spiegeln. Die überdrehten Szenen – von Gebietsstreitigkeiten bis zum Medienwirrwarr – bieten eine heitere Perspektive auf aktuelle Themen. Das Publikum darf sich auf eine Mischung aus regionalem Charme und skurriler Absurdität freuen, wenn der Film in die Kinos kommt.






