Die Stadtlandschaft und der Osten: Im Angstbereich der deutschen Politik - Grüne starten "Ost-Offensive" gegen AfD-Hochburgen in Ostdeutschland
Die Grünen haben eine neue Kampagne gestartet, um in Ostdeutschland wieder an Unterstützung zu gewinnen – eine Region, die oft als der "wilde Osten" bezeichnet wird. Felix Banaszak, einer der Parteivorsitzenden, führt die Initiative an, die als "Ost-Offensive" vermarktet wird. Damit reagieren die etablierten Parteien auf den wachsenden Einfluss der rechtsextremen AfD in der Region, gegen die sie bisher nur schwer ankommen.
Ihr Aufstieg begann die AfD 2015, nachdem Bundeskanzlerin Angela Merkel die Grenzen für Geflüchtete geöffnet hatte. Noch im selben Jahr behauptete Björn Höcke, der AfD-Landesvorsitzende in Thüringen, dass sich "Angsträume" ausbreiteten – "vor allem für blonde Frauen". Seither nutzt die Partei wirtschaftliche Sorgen und Ängste vor Fremden aus, oft ohne nennenswerten Widerstand seitens der etablierten Politiker.
In Duisburg ist die AfD mittlerweile zur zweitstärksten Fraktion im Stadtrat aufgestiegen. Banaszak führt ihren Erfolg auf Migration, Deindustrialisierung, vererbte Armut und soziale Ausgrenzung zurück. Der Kolumnist Martin Debes beschreibt derweil "Angsträume" in ganz Deutschland – von rechtsextremen Aktivisten an Kleinstadtbahnhöfen bis hin zu kriminellen Gruppen mit Verbindungen zu Migrantenfamilien.
Seit fast einem Jahrzehnt profitiert die AfD von diesen Ängsten. Nun versuchen die Grünen, ihre Vorherrschaft im Osten zu brechen. Die "Ost-Offensive" ist ein direkter Versuch, der AfD in den ehemaligen DDR-Gebieten Paroli zu bieten. Banaszaks Kampagne wird zeigen, ob etablierte Parteien die wirtschaftlichen und sozialen Probleme der Region angehen können. Das Ergebnis könnte die lokale Politik in Gebieten prägen, in denen die Rechte bereits deutliche Zugewinne verzeichnet hat.






