25 March 2026, 14:14

Großrazzia im Ruhrgebiet: Drei Festnahmen wegen Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung

Plakat mit der Überschrift "Operation Double Trouble: US-Geldkurier" zeigt eine Karte der USA, die in zwei Abschnitte unterteilt ist, einen für die Routen der Geldkurier und einen für die Standorte der Geldtransporter, mit fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Rand.

Großrazzia im Ruhrgebiet: Drei Festnahmen wegen Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung

Großrazzia gegen Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung im Ruhrgebiet

Am 24. März 2026 fand im nordrhein-westfälischen Ruhrgebiet eine großangelegte Razzia gegen illegale Beschäftigung und Steuerhinterziehung statt. Die Behörden vollstreckten 37 Durchsuchungsbefehle gegen einen Logistik-Dienstleister, dem vorgeworfen wird, ein kriminelles Netzwerk betrieben zu haben. Drei Personen wurden im Zusammenhang mit dem Fall festgenommen.

An der Aktion waren mehrere Behörden beteiligt, darunter Zollbeamte, das Landesamt für Steuerfahndung (LBF NRW), die Zentralstelle für die Bekämpfung von Wirtschafts- und Finanzkriminalität (ZeFin NRW), die Bundespolizei sowie eine Spezialeinheit des Zolls. Sowohl Wohn- als auch Geschäftsräume wurden durchsucht, wobei 174.000 Euro in bar und sechs elektrische Lastenräder beschlagnahmt wurden. Zudem sicherten die Ermittler umfangreiche Unterlagen und Datenträger, deren Auswertung nun erfolgt, um den Fall nicht zu gefährden.

Die drei Beschuldigten – ein 39-jähriger Mann, ein 29-jähriger Mann und eine 26-jährige Frau – sollen systematisch Kurierfahrer in bar bezahlt und dabei Sozialabgaben vorenthalten haben. Ihnen werden zudem Steuerhinterziehung und die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Die Ermittlungen leitet die Zentralstelle für die Bekämpfung von Wirtschafts- und Finanzkriminalität (ZeFin NRW).

Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung sind in Deutschland weiterhin weit verbreitet, insbesondere in den Branchen Bau, Gastronomie und Reinigung. Die Schattenwirtschaft macht Schätzungen zufolge 15 bis 17 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus und kostet den Staat jährlich Milliarden an Steuereinnahmen. Allein 2013 deckten die Zollbehörden Schäden in Höhe von 777 Millionen Euro auf.

Die Razzia unterstreicht die anhaltenden Bemühungen der Behörden, illegale Beschäftigungspraktiken und Steuerbetrug zu bekämpfen. Landesweit laufen weitere Ermittlungen gegen ähnliche Strukturen. Die ausgewerteten Beweismittel werden zeigen, ob zusätzliche Anklagen oder Festnahmen folgen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle