Großrazzia auf NRW-Baustellen: 110 Zöllner decken illegale Beschäftigung und Lohnbetrug auf
Janin FinkeGroßrazzia auf NRW-Baustellen: 110 Zöllner decken illegale Beschäftigung und Lohnbetrug auf
Zollbeamte haben in Nordrhein-Westfalen groß angelegte Kontrollen auf Baustellen in vier Regionen durchgeführt. Über 110 Beamte überprüften rund 280 Beschäftigte von 77 Arbeitgebern. Bei der Aktion wurden zahlreiche Verstöße gegen Arbeits- und Aufenthaltsrecht aufgedeckt.
Die Kontrollen fanden in Köln, im Rhein-Sieg-Kreis, in Leverkusen und im Rheinisch-Bergischen Kreis statt. In Köln wurden 123 Beschäftigte von 51 Arbeitgebern überprüft, im Rhein-Sieg-Kreis kontrollierten die Beamten 39 Arbeiter von 15 Arbeitgebern. In Leverkusen standen 75 Beschäftigte von 11 Arbeitgebern unter der Lupe, im Rheinisch-Bergischen Kreis wurden 42 Beschäftigte von 11 Arbeitgebern geprüft.
Elf Männer arbeiteten ohne gültige Aufenthalts- oder Arbeitserlaubnis. Gegen sie und ihre Arbeitgeber wurden strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet. In fünf Fällen besteht der Verdacht auf nicht abgeführte Sozialabgaben, in fünf weiteren Fällen gab es Hinweise auf Sozialleistungsbetrug. Zudem stehen drei Unternehmen im Verdacht, ihren Beschäftigten den gesetzlichen Mindestlohn vorzuenthalten.
Die Aktion hat zu Strafverfahren und weiteren Ermittlungen geführt. Die Behörden prüfen nun die Fälle von Schwarzarbeit, Lohnverstößen und Betrug. Die Ergebnisse unterstreichen die anhaltenden Probleme in der Baubranche bei der Einhaltung von Arbeits- und Aufenthaltsvorschriften.
