16 February 2026, 22:50

Gil Ofarim weicht weiterhin der Verantwortung für falsche Antisemitismus-Vorwürfe aus

Ein Plakat mit schwarzem Hintergrund, das einen Mann in der Mitte umgeben von anderen Menschen zeigt, mit der Aufschrift "Bin ich schuldig?"

Gil Ofarim möchte sein Image retten - und zeigt sich - Gil Ofarim weicht weiterhin der Verantwortung für falsche Antisemitismus-Vorwürfe aus

Gil Ofarim steht erneut in der Kritik, nachdem eine neue Dokumentation seine anhaltende Weigerung zeigt, die volle Verantwortung für falsche Antisemitismus-Vorwürfe zu übernehmen. Der Sänger wurde 2023 zu einer Geldstrafe von 10.000 Euro verurteilt, weil er über einen Hotelmitarbeiter in Leipzig gelogen hatte – doch die Justiz hat inzwischen weitere Schritte ausgeschlossen.

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2021 hatte Ofarim einem Hotelangestellten vorgeworfen, ihn aufgefordert zu haben, seinen Davidstern abzulegen – eine Behauptung, die er später vor Gericht als unwahr eingestand. Trotz einer früheren Entschuldigung werfen Kritiker ihm vor, es habe an echter Reue und an der Anerkennung des angerichteten Schadens gefehlt. Die Leipziger Staatsanwaltschaft bestätigte im Februar 2026, dass es nach seinen jüngsten Äußerungen zu Videomanipulationen während der Teilnahme an Dschungelcamp keine neuen Ermittlungen geben werde.

Die Dokumentation zeigt, wie Ofarim sich weiterhin als Opfer inszeniert. Statt seine Handlungen aufzuarbeiten, versucht er, Gespräche zu lenken, gemeinsame Schnittmengen vorzutäuschen und Schuld von sich zu weisen. Der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, kritisierte den Sänger scharf: Falsche Vorwürfe untergruben das Vertrauen in echte Opfer und schwächten den Kampf gegen Antisemitismus insgesamt.

Ofarim behauptet indes, sein öffentliches Ansehen sei ungebrochen, und verweist auf seine TV-Auftritte – etwa das Essen von Innereien zur Unterhaltung – als Beleg für die Unterstützung in Deutschland. Doch die mediale Kritik hält an. Beobachter monieren, er scheitere wiederholt daran, zwischen Ausreden und aufrichtigen Entschuldigungen zu unterscheiden.

Die 10.000-Euro-Strafe bleibt die einzige juristische Konsequenz für Ofarims falsche Anschuldigungen. Sein Auftritt in der Dokumentation und seine öffentlichen Stellungnahmen haben vielmehr den Vorwurf verstärkt, er entziehe sich der Verantwortung. Der Fall wirft weiterhin Fragen auf: über die Auswirkungen auf die Sensibilisierung für Antisemitismus – und über die Glaubwürdigkeit künftiger Vorwürfe.