Gerichtsurteil zum Messerangriff in Siegen tritt in Kraft - Gerichtsurteil zum Messerangriff in Siegen tritt in Kraft
Gerichtsurteil im Siegen-Bus-Messerangriff rechtskräftig
Gerichtsurteil im Siegen-Bus-Messerangriff rechtskräftig
Gerichtsurteil im Siegen-Bus-Messerangriff rechtskräftig
Eine 32-jährige Frau ist wegen eines Messerangriffs in einem Pendelbus während des Siegen-Stadtfests im August 2024 zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof (BGH) bestätigte das Urteil am 22. Dezember 2025 und sprach sie damit in drei Fällen des versuchten Mordes mit Vorsatz schuldig.
Bei dem Angriff erlitten drei junge Männer lebensbedrohliche Halsverletzungen. Der Vorfall ereignete sich nur eine Woche nach der tödlichen Messerattacke in Solingen, bei der drei Menschen bei einem terroristischen Anschlag getötet worden waren.
Die Tat geschah am 30. August 2024, als der Shuttlebus Festivalbesucher durch Siegen transportierte. Die Frau griff mit einem Messer drei Männer im Halsbereich an, bevor Fahrgäste eingriffen. Eine weibliche Zeugin, eine weitere Frau und ein männlicher Fahrgast konnten die Angreiferin bis zum Eintreffen der Polizei überwältigen. Ein viertes Opfer, eine Frau im Bus, erlitt während des Handgemenges leichte Verletzungen.
Während des Prozesses gab die Täterin zu, sich von den Morden in Solingen inspiriert zu haben. Sie behauptete, ihr Ziel sei es gewesen, ihr eigenes Leid durch die Attacke auf „völlig unschuldige“ Opfer aufmerksam zu machen. Trotz der Diagnose einer mittleren psychischen Erkrankung urteilte das Landgericht Siegen, dass sie aufgrund klarer Vorsatzplanung und krimineller Absicht voll schuldfähig sei. Ihre Revision wurde vom BGH später abgewiesen, da keine Rechtsfehler im ursprünglichen Urteil festgestellt wurden. Das lebenslange Urteil ist nun rechtskräftig und kann nicht mehr angefochten werden.
Der Fall endet mit einer obligatorischen lebenslangen Haftstrafe für die versuchten Morde. Das Urteil unterstreicht die Haltung der Justiz, dass vorsätzliche Gewalt – unabhängig von psychischen Faktoren – schwere rechtliche Konsequenzen nach sich zieht. Die Opfer, die alle überlebten, erholen sich weiterhin von ihren Verletzungen.






