05 April 2026, 10:13

Gerettete Dörfer erhalten Millionenförderung für Neuanfang nach Kohleausstieg

Plakat mit Bäumen und Himmel im Hintergrund, mit dem Text: "Investitionen in Gemeinden: Größte Investition in ländliche Elektrizität seit dem New Deal."

Gerettete Dörfer erhalten Millionenförderung für Neuanfang nach Kohleausstieg

Sechs Dörfer in der Nähe der Braunkohletagebaue Hambach und Garzweiler sind vor dem Abriss bewahrt worden, nachdem Nordrhein-Westfalen seinen Kohleausstieg beschleunigt hat. Am Montag besuchte die Bauministerin des Landes, Ina Scharrenbach, diese Gemeinden, um die Bewilligung von Millionenfördergeldern für ihre Wiederbelebung bekannt zu geben. Das Geld soll helfen, die Infrastruktur wieder aufzubauen und Häuser für ehemalige Bewohner zu sanieren.

Während einer Veranstaltung unter dem Motto "Zukunftstag" überreichte Scharrenbach einen Förderbescheid über 14,3 Millionen Euro für fünf Dörfer im Kreis Heinsberg: Keyenberg, Kuckum, Oberwestrich, Unterwestrich und Berverath. Die Mittel fließen in die Modernisierung von Abwassersystemen und Straßen sowie in die Umnutzung einer ehemaligen Kindertagesstätte in Keyenberg zu einem Gemeinschaftszentrum.

In der Nachbargemeinde Merzenich sicherte sich die Kommune zudem 60 Millionen Euro für Morschenich, ein weiteres Dorf, das vor dem Abriss gerettet wurde. Geplant ist unter anderem der Wiederaufbau der historischen Kirche. Die Stadt Erkelenz selbst rechnet mit insgesamt rund 170 Millionen Euro an Fördermitteln, wobei ehemalige Bewohner ein Vorkaufsrecht für ihre früheren Häuser erhalten.

Die Ministerin betonte, dass die Energiewende den betroffenen Gemeinden ihre Häuser und Perspektiven zurückgeben müsse. Der beschleunigte Ausstieg aus der Braunkohle, der im Oktober 2022 beschlossen wurde, verknüpft das Überleben dieser Dörfer direkt mit den Kohleausstiegsplänen des Landes.

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Die Fördergelder sollen die Grundversorgung modernisieren und zentrale Gebäude in den erhaltenen Dörfern wiederherstellen. Ehemalige Bewohner haben nun die Möglichkeit zurückzukehren, während die Kommunen mit dem Wiederaufbau voranschreiten. Die Investitionen markieren den Wandel von der Kohleabhängigkeit hin zu langfristiger kommunaler Stabilität.

Quelle