13 April 2026, 16:13

Gedenkveranstaltung in Recklinghausen erinnert an deportierte Juden nach Riga

Kleines weißes Holocaust-Gedenkmonument in einem grünen Friedhof umgeben von einem Zaun und Bäumen unter einem klaren blauen Himmel in Vilnius, Litauen.

Gedenkveranstaltung in Recklinghausen erinnert an deportierte Juden nach Riga

Die jährliche Gedenkveranstaltung für die jüdischen Bürger, die nach Riga deportiert wurden, fand am 2. November auf dem Jüdischen Friedhof in Recklinghausen statt. Der neu gewählte Marl-Bürgermeister Thomas Terhorst nahm an der Veranstaltung teil, die an die im Nationalsozialismus ermordeten Opfer erinnert. Die Zusammenkunft gedachte auch des tragischen Schicksals von über 25.000 Jüdinnen und Juden, die nach Riga verschleppt und größtenteils im Wald von Bikernieki ermordet wurden.

Die Zeremonie wird jedes Jahr am ersten Sonntag im November abgehalten. Sie erinnert an rund 3.000 jüdische Männer, Frauen und Kinder aus dem Raum Recklinghausen, die gewaltsam nach Riga gebracht und dort ermordet wurden. Unter den Opfern befand sich auch Rolf Abrahamsohn aus Marl, dessen Sohn in diesem Jahr an der Gedenkfeier teilnahm.

Thomas Terhorst sprach bei der Veranstaltung und betonte die Verantwortung, das Andenken an die Opfer wachzuhalten. Er bezeichnete ihr Schicksal als eine dauerhafte Verpflichtung für kommende Generationen. Das Deutsche Riga-Komitee, dem die Stadtverwaltung Marl seit 2010 angehört, organisierte die Gedenkveranstaltung.

Weitere Redner waren Bodo Klimpel, Landrat des Kreises, und Mark Rosendahl, Regionalleiter des DGB. In ihren Ansprachen unterstrichen sie die Bedeutung des Erinnerns an die Verstorbenen und das fortwährende Engagement, ihre Geschichten zu bewahren.

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Die Veranstaltung vereinte lokale Amtsträger, Bürgerinnen und Bürger sowie Nachkommen der Opfer. Sie diente als mahnende Erinnerung an die während der NS-Zeit verübten Gräueltaten. Das Deutsche Riga-Komitee setzt seine Arbeit fort, um sicherzustellen, dass die Opfer nicht in Vergessenheit geraten.

Quelle