22 April 2026, 08:18

Friseurpreise explodieren: Warum der Haarschnitt 2024 so viel teurer ist

Frau mit roter Haarpracht in einem Pelzmantel auf dem Cover einer Berliner Leben-Zeitschrift im Stil der 1950er Jahre mit fetter schwarzer Schrift, die 'Berliner Lebens.' lautet

Preise für Haarschnitte sind deutlich gestiegen - Friseurpreise explodieren: Warum der Haarschnitt 2024 so viel teurer ist

Friseurpreise in Deutschland seit 2020 stark gestiegen

Die Kosten für einen Haarschnitt in Deutschland sind seit 2020 deutlich angestiegen. Während Damenfrisuren um 28 % teurer wurden, mussten Männer und Kinder für einen Haarschnitt 31 % mehr bezahlen. Steigende Löhne, höhere Energiekosten und die Inflation haben die Ausgaben für Friseursalons im ganzen Land in die Höhe getrieben.

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Die Branche bleibt dennoch groß: 2024 waren über 80.000 Betriebe registriert. Trotz stabiler Nachfrage werden die Umsätze in diesem Jahr jedoch voraussichtlich sinken, da weniger Kunden Termine vereinbaren.

Im Jahr 2024 erwirtschaftete der deutsche Friseurhandwerkssektor einen Umsatz von 7,67 Milliarden Euro. Gleichzeitig ist die Zahl der Auszubildenden im letzten Jahrzehnt deutlich zurückgegangen. Während 2014 noch 23.540 Lehrlinge eine Friseurausbildung begannen, waren es 2023 nur noch 13.509 – auch wenn 2024 ein leichter Anstieg zu verzeichnen war.

Barbershops machen mittlerweile etwa ein Fünftel aller Friseurbetriebe aus. Ihr rasantes Wachstum, besonders in den Städten, hat den Wettbewerb mit traditionellen Salons verschärft. Viele Barbershops bieten günstigere Preise an, doch es gibt Bedenken hinsichtlich der Qualifikationen des Personals im Vergleich zu ausgebildeten Friseuren.

Der Durchschnittspreis für eine Damenfrisur inklusive Waschen und Föhnen liegt mittlerweile bei etwa 54 Euro. Männer zahlen für einen ähnlichen Service rund 33 Euro. Umfragen zeigen, dass 28 % der Deutschen zwischen 15 und 29 Euro pro Haarschnitt ausgeben, während 20 % zwischen 30 und 49 Euro bezahlen.

Ein bemerkenswerter Wandel in der Branche ist der steigende Anteil männlicher Auszubildender. Mittlerweile stellen Männer über ein Drittel der Friseurlehrlinge – ein Trend, der das Berufsbild in den kommenden Jahren prägen könnte.

Höhere Kosten und veränderte Kundengewohnheiten setzen die Friseurbranche unter Druck. Da immer weniger Nachwuchs in den Beruf einsteigt und die Umsätze rückläufig sind, wächst der Druck auf traditionelle Salons. Gleichzeitig wird die Kluft zwischen regulierten Friseurbetrieben und günstigeren Barbershops immer größer – eine Herausforderung für Unternehmen und Kunden gleichermaßen.

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