01 February 2026, 00:13

"Freiheit für Kurdistan": 700 Demonstranten in Düren zeigen Solidarität mit Nordsyrien

Eine Gruppe von Polizisten in Uniformen, die Waffen haltend, steht auf einer Straße in Ankara, Türkei, während einer Anti-Regierungsdemo, mit Fahrzeugen, Menschen, Gebäuden und Texttafeln im Hintergrund.

"Freiheit für Kurdistan": 700 Demonstranten in Düren zeigen Solidarität mit Nordsyrien

"Freiheit für Kurdistan": Friedliche Kundgebung in Düren für Nordsyrien

Am 28. Januar 2026 fand in Düren eine friedliche Demonstration unter dem Motto "Freiheit für Kurdistan" statt. Rund 700 kurdische Demonstranten versammelten sich, um ihre Solidarität mit Nordsyrien zum Ausdruck zu bringen – angesichts der sich verschärfenden Konflikte in der Region. Die Veranstaltung wurde vom Kurdischen Kulturverein Düren organisiert und stand unter strenger Beobachtung der Polizei.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Demonstrationszug folgte einer vorher abgestimmten Route durch die Dürener Innenstadt. Die Teilnehmenden marschierten ohne größere Zwischenfälle, doch wurden im Nachgang zwei Ermittlungsverfahren eingeleitet – eines wegen Beleidigung, ein weiteres wegen versuchter Körperverletzung. Die Behörden sicherten mit einem starken Polizeiaufgebot das Versammlungsrecht und verhinderten Ausschreitungen.

Politische Krise in Nordsyrien (Rojava) eskaliert Seit Mitte Januar hat sich die Lage in Nordsyrien weiter zugespitzt. Regierungstruppen Syriens, unterstützt von mit der Türkei verbündeten SNA-Milizionären, griffen die von den kurdisch geführten Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) kontrollierten Gebiete an und beendeten damit deren de-facto-Autonomie. Der Stamm der Shammar zog am 17. Januar seine Unterstützung zurück, was die Instabilität in der Region zusätzlich verstärkte.

Kurzfristige Waffenruhen wurden am 18. Januar ausgehandelt und bis zum 24. Januar verlängert, doch die Spannungen blieben hoch. Verhandlungsinhalte umfassten die Eingliederung der SDF-Kräfte in staatliche syrische Strukturen sowie die Übergabe von Grenzübergängen, Ölfeldern und IS-Gefangenen. Trotz dieser Vereinbarungen hielten Warnungen vor erneuten Kämpfen an, insbesondere in Kobanê. Minderheiten bleiben unter der Übergangsregierung von Ahmed al-Sharaa weiter gefährdet.

Die Kundgebung in Düren endete ohne schwere Ausschreitungen und zeigte die lokale Solidarität mit Nordsyrien. In der Konfliktregion hingegen hält die Unsicherheit an: Die Waffenruhen sind brüchig, der militärische Druck wächst, und humanitäre Sorgen bleiben ungelöst. Eine weitere Eskalation bleibt möglich.