Frankfurts Papageno Musiktheater kämpft um sein Überleben nach schweren Dachschäden
Toralf ZänkerFrankfurts Papageno Musiktheater kämpft um sein Überleben nach schweren Dachschäden
Frankfurts geliebtes Papageno Musiktheater steht vor der Schließung
Das kultige Musiktheater mit seinem markanten gewölbten Dach hat schwere Schäden erlitten – seine Zukunft ist ungewiss. Ohne dringende Reparaturen droht dem 24 Jahre alten Kulturdenkmal die endgültige Schließung.
1997 von Hans-Dieter Maienschein und seiner Frau Renate gegründet, begann das Theater in den Räumen des ehemaligen Frankfurter Volkshochschulzentrums. 1999 zog es in die Siesmayerhalle im Palmengarten um, wo es eine dauerhafte Heimat fand. Das Gebäude – eine vollklimatisierte Holz-Membran-Konstruktion mit 199 Plätzen – war ursprünglich für eine Nutzungsdauer von 15 Jahren konzipiert. Doch es steht nun schon fast ein Jahrzehnt länger.
Das Theater hat sich zu einer festen kulturellen Größe entwickelt: Mit über 280 Aufführungen jährlich zieht es fast 60.000 Besucher an. Die Stadt Frankfurt unterstützte die Spielstätte bereits in der Vergangenheit, etwa durch die Finanzierung einer neuen Klimaanlage. Doch die aktuelle Krise erfordert sofortiges Handeln.
Die Reparatur des beschädigten Daches wird auf 350.000 Euro geschätzt. Wird nichts unternommen, drohen weitere Schäden, höhere Kosten, abgesagte Vorstellungen – im schlimmsten Fall sogar der Einsturz des Gebäudes. Der Verein Papageno Musiktheater e.V., öffentliche Spenden und zusätzliche Fördergelder sind nun entscheidend, um das Überleben zu sichern.
Die langfristige Zukunft des Theaters hängt von der schnellen Sanierung des Daches ab. Ohne Eingreifen könnte einer der beliebtesten Kulturorte Frankfurts für immer verschwinden. Stadt, Unterstützer und Spender müssen jetzt handeln, um dieses Erbe zu bewahren.






