Evonik senkt Dividende nach Gewinnrückgang und kündigt Stellenabbau an
Agata HübelEvonik-Aktionäre erhalten niedrigere Dividende - Evonik senkt Dividende nach Gewinnrückgang und kündigt Stellenabbau an
Evonik kündigt neue Dividendenpolitik nach Gewinnrückgang 2025 an
Der Chemiekonzern Evonik hat nach einem Rückgang der Gewinne für das Jahr 2025 eine neue Dividendenpolitik bekannt gegeben. Der Unternehmensgewinn sank um neun Prozent, während auch die Umsätze zurückgingen. Für 2026 läuft nun ein Umstrukturierungsprogramm, das unter anderem Stellenstreichungen vorsieht.
Das bereinigte EBITDA von Evonik fiel 2025 auf knapp unter 1,9 Milliarden Euro – ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Umsätze schrumpften um sieben Prozent auf 14,1 Milliarden Euro. Die Einbußen sind unter anderem auf den verstärkten Wettbewerb durch chinesische Hersteller in Schlüsselsegmenten wie Hochleistungsmaterialien und Additiven zurückzuführen.
Um den finanziellen Druck zu mindern, wird das Unternehmen 2026 rund 1.000 Arbeitsplätze abbauen. Trotz der Herausforderungen bleibt Evonik in hochspezialisierten Nischenmärkten besser positioniert, in denen chinesische Konkurrenten noch weniger etabliert sind.
Für 2026 prognostiziert Evonik ein bereinigtes EBITDA zwischen 1,7 und 2,0 Milliarden Euro. Zudem führte der Vorstandsvorsitzende eine neue Dividendenpolitik ein, die mit einer Ausschüttung von 1,00 Euro pro Aktie beginnt. Künftig sollen die Dividenden zwischen 40 und 60 Prozent des bereinigten Konzernnettoergebnisses liegen. Die RAG-Stiftung, größter Evonik-Aktionär, unterstützt den neuen Kurs.
Die Umstrukturierung und die Anpassung der Dividendenpolitik folgen auf ein Jahr finanzieller Einbußen. Für 2026 plant Evonik neben Kostensenkungen auch eine flexiblere Ausschüttungsstrategie, um sich in einem zunehmend umkämpften Chemiesektor zu stabilisieren.






