08 April 2026, 08:20

Evonik-Aktie bricht auf Rekordtief ein – Chemiekonzern kämpft um Stabilität

Ein Computerbildschirm mit einem bunten Börsenchart und Text.

Evonik-Aktie bricht auf Rekordtief ein – Chemiekonzern kämpft um Stabilität

Evonik Industries steht unter wachsendem Finanzdruck – Aktie stürzt auf Rekordtiefs

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Der deutsche Chemiekonzern Evonik Industries sieht sich zunehmenden finanziellen Belastungen gegenüber, nachdem der Aktienkurs auf historische Tiefststände abgerutscht ist. Der DAX-Konzern verzeichnet seit Jahresbeginn Verluste von nahezu 19 %, während Analysten vor tiefergreifenden Problemen in der gesamten Branche warnen. Mehrere Großbanken haben die Aktie inzwischen herabgestuft – aus Sorge über schwache Nachfrage und schrumpfende Margen.

Erst kürzlich brach der Kurs auf ein Allzeittief von 13,55 Euro ein, wobei technische Indikatoren eine extreme Überverkauft-Situation anzeigen. Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt bei nur 15,8 – ein Wert, der normalerweise als extrem gilt. Unterdessen räumte auch die Unternehmensführung ein, dass eine wirtschaftliche Erholung in weiter Ferne liegt, da Kunden in fast allen wichtigen Märkten weiter ihre Ausgaben kürzen.

Besonders betroffen ist das Geschäft mit Methionin, einem Futtermittelzusatz, das unter massivem Preisdruck und Margenerosion leidet. Zweifel bestehen, ob das Sparprogramm Evonik Tailor Made ausreicht, um die Wende zu schaffen. Bisher vermochte die Effizienzoffensive die Investoren nicht zu überzeugen.

Die Verkaufswelle nahm an Fahrt auf, nachdem große Banken ihre Einschätzungen verschärften. Goldman Sachs stufte die Evonik-Aktie auf "Verkaufen" herab, Jefferies senkte die Bewertung auf "Underperform", und die Citigroup kürzte ihr Kursziel – was den Abwärtstrend weiter verstärkte. Zudem dämpfen strukturelle Schwächen in der Chemieindustrie die Stimmung zusätzlich.

Angesichts der sich häufenden Herabstufungen und anhaltend schwacher Nachfrage steht Evonik vor einem schwierigen Kampf um die Stabilisierung seiner Finanzen. Die Probleme des Konzerns spiegeln die branchenweiten Herausforderungen wider, wo Überkapazitäten und schrumpfende Margen die Profitabilität belasten. Nun bleibt abzuwarten, ob weitere Kostensenkungen oder eine Markterholung den Druck auf die Aktie lindern können.

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