18 April 2026, 20:13

Essen erhält drei neue Klimazonen gegen Extremwetter und Hitze

Kleiner städtischer Teich umgeben von Gebäuden, Grünflächen und Infrastruktur unter einem bewölkten Himmel.

Essen erhält drei neue Klimazonen gegen Extremwetter und Hitze

Essen hat die Genehmigung für drei neue Klimawandel-Anpassungszonen erhalten – ein Schritt im Rahmen einer regionalen Initiative zur Bekämpfung des Klimawandels. Die Gebiete Messe-Gruga, Neues Bernetal und Katernberg/Zollverein qualifizieren sich nun für Fördermittel aus dem Programm "Klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft" (KRIS). Ziel der Initiative ist es, Städte widerstandsfähiger gegen Extremwetter zu machen, indem das Wassermanagement in urbanen Räumen neu gedacht wird.

Das KRIS-Programm unterstützt Klimawandel-Anpassungsprojekte in allen 53 Städten und Gemeinden des Regionalverbands Ruhr (RVR). Um die Fördergelder zu erhalten, müssen die Kommunen zunächst spezifische Risikozonen ausweisen, die besonders von Klimafolgen betroffen sind. Der Essener Stadtrat reichte detaillierte Pläne für die drei ausgewählten Gebiete bei der Projektträger Jülich (PtJ) und der Bezirksregierung ein, die inzwischen bewilligt wurden.

Die ausgewählten Stadtteile sind urbane Bereiche, in denen wasserbasierte Lösungen messbare Wirkung entfalten können. Bis 2030 will Nordrhein-Westfalen (NRW) in diesen Zonen 25 Prozent der versiegelten Flächen von der Mischkanalisation trennen. Zudem soll die Verdunstungsrate um 10 Prozentpunkte gesteigert werden, um Hochwassergefahren und Hitzestress zu verringern.

Die formelle Freigabe der Fördermittel ist für die erste Jahreshälfte 2026 vorgesehen. Sobald dies erfolgt ist, können Grundstückseigentümer in den ausgewiesenen Zonen Zuschüsse für klimaresiliente Maßnahmen beantragen.

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Das Programm ermöglicht es, bis zu ein Viertel der bisher an die Kanalisation angeschlossenen Flächen in Essens Zonen vom Entwässerungssystem zu trennen. Dieser Schritt ist Teil einer umfassenden Strategie, um Städte auf die Herausforderungen des Klimawandels vorzubereiten. Mit den KRIS-Mitteln sollen urbane Räume so umgestaltet werden, dass sie Starkregen und steigende Temperaturen besser bewältigen können.

Quelle