12 February 2026, 06:19

Energiewende 2025: Warum Deutschlands Wasserstoffpläne ins Stocken geraten

Eine Säulendiagramm, das den Stromverbrauch der Bundesstaaten nach Brennstoffquellen im Jahr 2022 zeigt, mit begleitendem Text, der zusätzliche Dateninformationen bereitstellt.

Energiewende 2025: Warum Deutschlands Wasserstoffpläne ins Stocken geraten

Deutschlands Energiewende steht 2025 vor neuen Herausforderungen. Ein aktueller Bericht zeigt zögerliche Fortschritte beim Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur und eine wachsende Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Die Ergebnisse wurden auf der Energiefachmesse E-world energy & water in Essen vorgestellt.

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Der "Gasbilanz 2025"-Report verweist auf eine Verlangsamung beim Wasserstoffausbau. Zwar wurden in diesem Jahr 525 Kilometer Wasserstoffpipelines fertiggestellt, doch viele Projekte stocken. Als Gründe für die Verzögerungen gelten hohe Stromkosten, unklare Regularien und das Fehlen langfristiger Verträge.

Ursprünglich waren bis 2030 über 11 Gigawatt (GW) Elektrolysekapazität geplant – nun sind nur noch 7,2 GW sicher realisierbar. Warum einige Vorhaben gestrichen wurden, bleibt im Bericht offen; Branchenvertreter verweisen jedoch auf anhaltende Hindernisse.

Auch der Gasverbrauch steigt wieder. 2025 kletterte die Nachfrage um etwa 3 % auf 835 Terrawattstunden (TWh). Der Anteil von Gas am Primärenergieverbrauch liegt nun bei 26,9 % (2024: 25,9 %). Biomethan, eine erneuerbare Alternative, speiste zwar 11,5 TWh ins Netz ein, doch unklare Vorschriften bremsen das weitere Wachstum.

Gleichzeitig bleibt der deutsche Stromsektor stark CO₂-lastig. Die Emissionen lagen 2025 im Schnitt bei 344 Gramm CO₂ pro Kilowattstunde – deutlich über dem britischen Wert von 180 g CO₂/kWh. Besonders deutlich wurde das Problem in der dritten Kalenderwoche, als eine schwache Ökostromerzeugung dazu führte, dass 72 % des Bedarfs durch Gas- und Kohlekraftwerke gedeckt werden mussten.

Mit dem laufenden Kohleausstieg fallen bald über 30 GW gesicherter Leistung weg. Experten warnen, dass die geplante Kraftwerksstrategie der Bundesregierung zügig umgesetzt werden muss, um Netzinstabilitäten zu vermeiden.

Der Bericht unterstreicht die Schwierigkeiten Deutschlands, Energiesicherheit und Klimaziele in Einklang zu bringen. Während Wasserstoffprojekte weiter auf sich warten lassen, dominieren Gas und Kohle nach wie vor die Stromerzeugung. Ohne beschleunigte Fortschritte droht das Land im Wandel zu einer saubereren Energieversorgung weiter zurückzufallen.