19 January 2026, 10:25

Elektronische Patientenakte: Pflicht seit 2025 – doch Pannen und Sicherheitslücken erschüttern das Vertrauen

Ein aufgeschlagenes Buch mit handgeschriebenem Text, wahrscheinlich ein Dokument aus der Bundesrepublik Deutschland, mit Wasserzeichen unten.

Elektronische Patientenakte: Pflicht seit 2025 – doch Pannen und Sicherheitslücken erschüttern das Vertrauen

Elektronische Patientenakte (ePA) in Deutschland: Seit Januar 2025 für alle gesetzlich Versicherten Pflicht – doch technische Pannen und Sicherheitslücken schmälern das Vertrauen

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Seit Januar 2025 ist die elektronische Patientenakte (ePA) in Deutschland für alle gesetzlich Krankenversicherten verbindlich. Nach einer Testphase in ausgewählten Regionen ging das System flächendeckend an den Start. Doch seit dem Rollout häufen sich technische Probleme und Sicherheitsmängel – und werfen Fragen zur Zuverlässigkeit des Systems auf.

Erstmals eingeführt wurde die ePA in Modellregionen wie Franken, Hamburg und Teilen von Nordrhein-Westfalen. Später schlossen sich Baden-Württemberg, Berlin sowie der Rest von Nordrhein-Westfalen als weitere Testgebiete an, bevor die bundesweite Einführung erfolgte.

Seit Januar wurden Millionen digitaler Akten angelegt. Doch das System kämpft mit wiederkehrenden Ausfällen, unfertigen Softwaremodulen und Anfälligkeit für Cyberangriffe. Zwar hatten Behörden zunächst betont, es bestehe "kein Restrisiko" für schwerwiegende Sicherheitsverletzungen – doch schon bald wurden diese Schwachstellen offengelegt. Mit dem jüngsten Update auf die Version ePA 3.0 entfielen Funktionen, die den Zugriff auf bestimmte Dokumente beschränkten. Zudem wurde die elektronische Medikamentenliste auf eine "Alles-oder-nichts"-Funktion umgestellt: Nutzer:innen können seitdem keine teilweisen Informationen mehr freigeben. Diese Änderungen haben eine Debatte über Flexibilität und Patientenautonomie ausgelöst.

Damit die ePA Akzeptanz findet, müssen die Verantwortlichen die bestehenden Risiken und laufenden Entwicklungen offen ansprechen. Eine klare Kommunikation mit Patient:innen und Leistungserbringern im Gesundheitswesen wird entscheiden, ob sich das System als vertrauenswürdiges Instrument etabliert. Ohne Transparenz bleibt sein langfristiger Erfolg ungewiss.