Eine Milliarde Stimmen: Wie One Billion Rising mit Tanz gegen Gewalt an Frauen kämpft
Agata HübelTanz-Aktionen in Städten - Zeichen gegen Gewalt an Frauen - Eine Milliarde Stimmen: Wie One Billion Rising mit Tanz gegen Gewalt an Frauen kämpft
Die One Billion Rising-Kampagne ruft erneut zu weltweiten Aktionen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen auf. Bei der diesjährigen Veranstaltung sind Teilnehmerinnen und Teilnehmer aufgerufen, Tanzvideos zum Lied Women on Fire zu teilen, die zu einer globalen Collage zusammengestellt werden. Die Bewegung, die 2012 ins Leben gerufen wurde, wächst weiter – mit Protesten sowohl im Netz als auch vor Ort.
Die amerikanische Künstlerin und Feministin Eve Ensler startete One Billion Rising vor über einem Jahrzehnt. Der Name verweist auf eine erschreckende Realität: Schätzungsweise eine Milliarde Frauen und Mädchen erleben in ihrem Leben körperliche oder sexuelle Gewalt. Seit ihrem Beginn hat die Kampagne mehr als 200 Länder und Territorien erreicht, mit großen Kundgebungen in Metropolen wie New York, London und Mumbai. Auch in Kairo, in Lateinamerika und vielen asiatischen Städten finden jährlich große Versammlungen statt, wobei sich die Anzahl der Veranstaltungsorte jedes Jahr ändert.
Soziale Medien spielen eine centrale Rolle bei der Verbreitung der Kampagnenbotschaft und ermöglichen es Aktivistinnen und Aktivisten, sich global zu vernetzen. Dennoch betonen die Organisatorinnen, dass physische Solidarität – etwa durch die Rückeroberung öffentlicher Räume mittels Tanz – genauso wichtig bleibt. In diesem Jahr finden in mehreren deutschen Städten Veranstaltungen statt, darunter in Duisburg und Detmold. In Siegburg steht die Kundgebung unter dem Motto "Nein heißt Nein! Auch während des Karnevals!" und knüpft damit an lokale kulturelle Zusammenhänge an.
Der Ansatz der Kampagne verbindet digitale Teilhabe mit konkretem Handeln. Teilnehmerinnen und Teilnehmer filmen sich beim Tanzen zu Women on Fire und reichen die Clips für ein gemeinsames Video ein. Gleichzeitig bringen Kundgebungen vor Ort Menschen auf öffentlichen Plätzen zusammen und unterstreichen die Forderung nach einem Ende geschlechtsspezifischer Gewalt.
Die One Billion Rising-Kampagne 2024 vereint digitale Aktivismusformen mit Straßenprotesten, um sich gegen Gewalt an Frauen zu stellen. Durch Tanz als Form des Widerstands will die Bewegung Menschen über Grenzen hinweg verbinden. Die Organisatorinnen hoffen, dass die globale Videocollage und die lokalen Kundgebungen den Druck auf Regierungen und Gemeinschaften erhöhen, endlich zu handeln.
Germany's 2026 One Billion Rising protests draw record crowds
The 2026 One Billion Rising campaign saw unprecedented participation across Germany. Our analysis reveals:
- Over 150 cities hosted dance protests nationwide, with 30 in North Rhine-Westphalia alone.
- A prominent action in Duisburg featured a 'We say No to violence against women' banner.
- Frankfurt added a unique dimension with sign language choreography at Roßmarkt.






