20 February 2026, 14:46

Dürr fordert verpflichtende Deutschtests für alle Vierjährigen vor der Einschulung

Eine Gruppe von Kindern sitzt um einen Tisch mit einer Lampe, Büchern und anderen Gegenständen, mit einem schwarz-weißen Plakat oben, auf dem die Wörter "Deutsche Jugend." stehen.

Dürr fordert verpflichtende Deutschtests für alle Vierjährigen vor der Einschulung

FDP-Chef Christian Dürr fordert verbindliche Deutschtests für alle Vierjährigen in ganz Deutschland. Mit dem Vorstoß soll sichergestellt werden, dass Kinder über ausreichende Sprachkenntnisse verfügen, bevor sie die Schule beginnen. Dürr argumentiert, dass mangelnde Deutschkompetenz junge Lernende benachteilige und die Bundesländer zwinge, bildungspolitische Standards abzusenken.

Laut Dürrs Plan müsste jedes Kind zwei Jahre vor der Einschulung einen Deutschtest absolvieren. Nur wer besteht, würde regulär aufgenommen, während andere verpflichtende Sprachförderung erhalten und später erneut geprüft würden. Er betont, dass die meisten Vierjährigen bereits gut Deutsch sprächen – die Tests seien daher sowohl machbar als auch notwendig.

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Dürr übt scharfe Kritik an der aktuellen Bildungspolitik mehrerer Bundesländer. So wirft er Niedersachsen vor, durch den Verzicht auf schriftliche Division im Lehrplan wegen Sprachdefiziten die Ansprüchlichkeit des Unterrichts zu senken. Auch Nordrhein-Westfalen zieht er in die Kritik: Dort war ein Vorhaben, Schulaufgaben in den Herkunftssprachen der Schüler zuzulassen, von ihm als schädlich zurückgewiesen worden.

Trotz seiner Initiative haben bis Februar 2026 erst sechs der 16 Bundesländer solche Sprachstandstests eingeführt oder konkret geplant. Die übrigen zehn zögern noch mit verbindlichen Schritten – für Dürr ein Grund zur Verärgerung über die zögerliche Umsetzung.

Der FDP-Vorsitzende warnt, dass ungelöste Sprachdefizite im frühen Alter die Bildungschancen von Kindern nachhaltig beeinträchtigen. Sein Ziel ist es, durch flächendeckende Tests zu verhindern, dass schwache Deutschkenntnisse von vornherein schulische Laufbahnen gefährden. Ohne bundesweite Regelungen, so Dürr, würden die Länder weiterhin Lehrpläne kürzen, um Sprachlücken auszugleichen.