24 January 2026, 00:26

Duisburger Gedenkveranstaltung erinnert an Auschwitz-Befreiung und NS-Prozess

Eine Gruppe von Menschen steht nebeneinander, jeder hält einen Blumenstrauß in der Hand, auf einem Schwarz-Weiß-Bild mit Bäumen und Gebäuden im Hintergrund, wahrscheinlich bei einer Holocaust-Gedenkfeier.

Duisburger Gedenkveranstaltung erinnert an Auschwitz-Befreiung und NS-Prozess

Am 25. Januar 2025 findet in Duisburg eine Gedenkveranstaltung statt, um an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz vor 81 Jahren zu erinnern. Im Mittelpunkt der Veranstaltungen steht auch der Prozess gegen Johannes Kühnemann, einen NS-Täter, der mehrfacher Morde im Lager angeklagt war. Schülerinnen und Schüler des Landfermann-Gymnasiums werden eine zentrale Rolle einnehmen, indem sie eine szenische Rekonstruktion des Prozesses aufführen.

Der ökumenische Gottesdienst beginnt um 16:00 Uhr in der Salvatorkirche und wird von lokalen religiösen und zivilgesellschaftlichen Gruppen organisiert. Er bringt Glaubensvertreter, Schüler sowie Bürgerinnen und Bürger zusammen, um den Opfern des Nationalsozialismus zu gedenken und sich mit Fragen von Gerechtigkeit und Verantwortung auseinanderzusetzen.

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Die Veranstaltungen heute ist eine gemeinsame Initiative der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Duisburg-Mülheim-Oberhausen, des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg und der Katholischen Stadtkirche Duisburg. Stadtdechant Pastor Andreas Brocke, Pastor Martin Winterberg und Pfarrerin Sarah Süselbeck leiten den Gottesdienst. Pfarrerin Süselbeck betonte das Engagement der Jugendlichen, die sich intensiv mit der Geschichte des Holocaust beschäftigt hätten.

Neuntklässler des Landfermann-Gymnasiums werden während des Gottesdienstes eine Gerichtsverhandlung nachstellen. Ihre Darstellung konzentriert sich auf den Prozess gegen Johannes Kühnemann und beleuchtet, wie Gerechtigkeit hätte aussehen können. Die Schüler haben sich auch mit den Perspektiven von Opfern und Zeugen auseinandergesetzt und sich gefragt: „Wie hätte ich Gerechtigkeit walten lassen?“. Die Predigt wird sich mit den Themen Gerechtigkeit, Verantwortung und Wiedergutmachung befassen. Die Redner werden die anhaltende Bedeutung dieser Fragen unterstreichen und historische Ereignisse mit aktuellen Reflexionen verknüpfen. Ziel der Veranstaltungen heute ist es, die Erinnerung an Auschwitz und seine Opfer im kollektiven Bewusstsein der Gemeinschaft wachzuhalten.

Die Gedenkfeier endet mit einem Fokus auf Erinnerung und Bildung. Die szenische Darstellung der Schüler und die Themen der Predigt sollen die Teilnehmer dazu anregen, über die Vergangenheit und ihre Lehren nachzudenken. Die Organisatoren hoffen, dass der Gottesdienst das Bewusstsein für die Geschichte des Holocaust und die fortwährende Notwendigkeit von Gerechtigkeit stärkt.