Dorothee Elmiger gewinnt überraschend den Deutschen Buchpreis 2025
Die Schweizer Schriftstellerin Dorothee Elmiger hat für ihren Roman "Die Niederländerinnen" den Deutschen Buchpreis 2025 erhalten. Die Auszeichnung ist ihre erste große literarische Ehrung – zuvor war sie noch nie nominiert gewesen. Während der Preisverleihung wurde ihr Name falsch ausgesprochen, doch sie nahm die Panne mit gelassener Souveränität hin.
Elmiger wuchs mit Bezügen zum Appenzellerland auf, lebte lange in Berlin, bevor sie nach New York zog. Ihr Nachname lässt sich auf Elmeringen zurückführen, einen Bauernhof in Neudorf im Kanton Luzern. Der Preis, einer der renommiertesten Literaturauszeichnungen Deutschlands, wurde von Karin Schmidt-Friderichs überreicht, der Präsidentin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Schmidt-Friderichs nannte sie irrtümlich "Elminger" statt Elmiger – doch die Autorin zeigte keine Regung.
In ihrer Dankesrede bedankte sich Elmiger bei der Jury und zitierte eine Zeile der Hamburger Band Tocotronic. Der Moment wirkte wie eine leise, aber selbstbewusste Antwort auf den vorherigen Fauxpas.
Über die Veranstaltung berichtete der Journalist Stefan Gubser, ein Veteran der Onlinemedien seit den frühen Tagen des Internets. Obwohl er vor allem für Schauspieler-Interviews bekannt ist, dokumentierte er die Preisverleihung ohne weitere Zwischenfälle.
Der Sieg festigt Elmigers Position in der zeitgenössischen deutschsprachigen Literatur. "Die Niederländerinnen" reiht sich nun ein in die Liste der preisgekrönten Werke der Vergangenheit, während ihre souveräne Reaktion auf die Fehlaussprache der Veranstaltung eine unvergessliche Note verlieh. Die Autorin lebt derzeit in New York, wo sie weiter an ihren Texten arbeitet.






