Deutschland und Niederlande beschaffen 3,4 Milliarden Euro schwere Jackal-Radpanzer
Janin FinkeDeutschland und Niederlande beschaffen 3,4 Milliarden Euro schwere Jackal-Radpanzer
Deutschland und die Niederlande haben ein Abkommen über 3,4 Milliarden Euro für hunderte neue Jackal-Radschützenpanzer unterzeichnet. Der Vertrag festigt die langjährige Zusammenarbeit der beiden Länder bei militärischer Ausrüstung und gemeinsamen Einsätzen. Der Hauptauftragnehmer Rheinmetall wird fast 3 Milliarden Euro des Produktionsvolumens übernehmen.
Der Jackal vereint das Boxer-Fahrgestell mit dem Turm und der 30-mm-Hauptkanone des Puma-leichten Kettenkampfpanzer. Diese Hybridkonstruktion soll Mobilität und Feuerkraft in einem einzigen System kombinieren. Die deutsche Bundeswehr erhält 150 dieser Fahrzeuge, während die niederländischen Streitkräfte 72 Exemplare bekommen.
Die Boxer-Fahrzeugfamilie erfährt wachsende Investitionen – das unter OCCAR-Management stehende Portfolio ist mittlerweile 10 Milliarden Euro wert. Zu den jüngsten Aufträgen zählen auch Sanitätsfahrzeuge auf derselben Plattform. Weitere Varianten befinden sich in Entwicklung, darunter eine Brückenlegeversion und eine Haubitze, die auf dem deutschen Panzerhaubitze 2000-System basiert.
Deutschland und die Niederlande arbeiten bereits seit Langem in Rüstungsprojekten zusammen, teilen sich Beschaffungsstrukturen und Kommandostrukturen. Dieser neueste Deal setzt diese Tradition fort und stärkt die gemeinsamen militärischen Fähigkeiten beider Nationen. Das 3,4-Milliarden-Euro-Abkommen soll beiden Ländern bis Mitte der 2020er-Jahre moderne Radkampfwagen liefern. Rheinmetalls zentrale Rolle im Projekt unterstreicht seine Position als führender Zulieferer für europäische Panzerprogramme. Zudem bleiben weitere auf dem Boxer basierende Systeme in Entwicklung, was die Vielseitigkeit der Plattform weiter ausbaut.






