Deutsche Telekom baut europäisches KI-Sprachmodell mit Milliardenprojekt
Toralf ZänkerDeutsche Telekom baut europäisches KI-Sprachmodell mit Milliardenprojekt
Deutsche Telekom sichert Großauftrag für europäisches KI-Sprachmodell
Die Deutsche Telekom hat einen bedeutenden Auftrag zur Entwicklung eines europäischen KI-Sprachmodells erhalten. Der im zweistelligen Millionenbereich liegende Deal stammt von der Leibniz Universität Hannover für das SOOFI-KI-Projekt. Nach der Bekanntgabe am 20. November 2025 stiegen die Aktien des Konzerns leicht an.
Das SOOFI-KI-Modell wird in der KI-Fabrik der Deutschen Telekom trainiert, einer Hochleistungsinfrastruktur mit rund 1.000 NVIDIA-DGX-Systemen und über 10.000 Grafikprozessoren (GPUs), die eine Spitzenleistung von bis zu 0,5 ExaFLOPS erbringen können. Ab März 2026 werden etwa 130 dieser Systeme ausschließlich für das SOOFI-Sprachmodell genutzt.
Ziel des Projekts ist die Schaffung eines europäischen KI-Modells mit etwa 100 Milliarden Parametern. Beteiligt sind neben der Leibniz Universität Hannover auch das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS), das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), die Technische Universität Darmstadt, drei weitere Forschungseinrichtungen sowie zwei Start-ups. Ferri Abolhassan, Chef der Telekom-Tochter T-Systems, betonte, wie entscheidend digitale Souveränität für die wirtschaftliche Zukunft Europas sei.
Trotz des Auftragserfolgs haben die Aktien der Deutschen Telekom im vergangenen Monat um 7,6 % nachgegeben. Am Tag der Ankündigung legten sie jedoch um 1,0 % auf 27,44 Euro zu (Stand: 11:15 Uhr).
Das SOOFI-Projekt markiert einen wichtigen Schritt hin zu einem in Europa entwickelten KI-Sprachmodell. Das Training wird auf der KI-Infrastruktur der Deutschen Telekom basieren, wobei ab Anfang 2026 dedizierte Systeme zum Einsatz kommen. Der Auftrag unterstreicht die Rolle des Unternehmens bei der Förderung der KI-Forschung in Europa.






