26 March 2026, 06:14

Demokratie in NRW: Wie Bürgerbündnisse mit Kreativität und Mut mobilisieren

Eine Gruppe von Menschen marschiert auf einer Straße bei einer Demonstration, einige halten Schilder und andere fahren Fahrräder, im Hintergrund ist ein Gebäude mit Fenstern, Bögen, Säulen und Skulpturen zu sehen.

Demokratie in NRW: Wie Bürgerbündnisse mit Kreativität und Mut mobilisieren

Eine Welle prodemokratischer Veranstaltungen durchzieht Nordrhein-Westfalen, wobei zwei lokale Bündnisse die Initiative ergreifen. In Langenfeld versammelten sich 4.000 Menschen bei einer Kundgebung, die das Bündnis "Wir für Demokratie" in nur zwei Wochen organisiert hatte. Unterdessen setzt die Initiative "Demokratie – Jetzt!" in Kempen ihre seit Jahren laufende Kampagne fort, um durch Bildung und öffentliche Diskussionen das bürgerliche Engagement zu stärken.

Das Langenfelder Bündnis "Wir für Demokratie" vereinte 61 Partner, um eine groß angelegte Pro-Demokratie-Kundgebung zu veranstalten. Über 4.000 Teilnehmer füllten die Straßen und demonstrierten damit die breite Unterstützung für demokratische Werte. Eva Kirbisch, eine der Organisatorinnen, betonte, dass Demokratie erlebbar und sogar unterhaltsam sein müsse, um die Menschen wirklich zu erreichen. Im Rahmen der Veranstaltung fand zudem ein kleineres Treffen statt, bei dem mehr als 100 Bürger über Wege diskutierten, das demokratische System Deutschlands zu schützen.

Professor Klaus Peter Hufer, Mitbegründer der Initiative "Demokratie – Jetzt!" in Kempen, verwies auf die Bedeutung des 18. März in der deutschen Demokratiegeschichte. Die Gruppe, die im Frühjahr 2021 von acht Erstunterzeichnern gegründet wurde, hat seitdem zahlreiche Veranstaltungen organisiert. Dazu zählen eine Mahnwache am 24. Februar 2026 am Buttermarkt zum vierten Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine sowie die Veranstaltung "Du bist Demokratie" am 18. März 2026 im Rokokosaal des Kulturforums Franziskanerkloster.

Am 6. Mai um 16 Uhr eröffnet das Bündnis im Kempen Rathaus seine neueste Ausstellung "Die Mütter des Grundgesetzes", die in Zusammenarbeit mit dem Gymnasium Thomaeum entstanden ist und bis zum 22. Mai zu sehen sein wird. Die Eröffnung übernehmen Schüler gemeinsam mit Ute Gremmel-Geuchen. Im Anschluss lädt ein World Café die Besucher ein, in lockerer Atmosphäre Ideen auszutauschen und ihr Demokratieverständnis zu vertiefen. Hufer lobte den gezeigten zivilen Mut in Langenfeld und Kempen als ein wichtiges Zeichen der öffentlichen Entschlossenheit, demokratische Prinzipien zu verteidigen.

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Die Veranstaltungen in Langenfeld und Kempen spiegeln eine wachsende Bewegung wider, die demokratische Teilhabe durch Bildung und öffentliches Handeln stärken will. Mit Ausstellungen, Diskussionsrunden und Großkundgebungen binden beide Bündnisse Bürger aktiv in den Schutz und die Feier der Demokratie ein. Weitere Aktivitäten, darunter das anstehende World Café, werden auch künftig Gelegenheiten für bürgerliches Engagement bieten.

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